Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags am Dienstag erinnerten die im Nationalrat vertretenen Parteien an die Opfer des Nazi-Regimes und warnten vor neuen Formen des Antisemitismus.
Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags findet am Dienstag-Nachmittag im Parlament eine Gedenkveranstaltung statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler sowie geladene Gäste steht das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus sowie die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur jüdischer Menschen.
Zuvor erinnerten die Parteien bereits in etlichen Aussendungen an den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, in dem von den Nationalsozialisten über eine Million Menschen ermordet wurden. "Im Gedenken an die unzähligen Opfer nationalsozialistischer Gewalt verpflichten wir uns, Demokratie und Menschenrechte zu bewahren und für ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft zu sorgen", wurde SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler zitiert. Ähnlich auch NEOS-Parteivorsitzende Beate Meinl-Reisinger: "Der heutige Gedenktag erinnert an das unfassbare Verbrechen des Holocaust, an die systematische Ermordung von sechs Millionen jüdischen Kindern, Frauen und Männern." Einig war man sich auch darin, dass neuen Formen von Antisemitismus entgegen gewirkt werden müsse.
Auch FPÖ-Bundesparteiobmann und Klubobmann Herbert Kickl erinnerte in einer Aussendung an die Millionen Menschen, die durch "dieses beispiellose Menschheitsverbrechen des NS-Regimes" ermordet wurden: "Der industriell betriebene, millionenfache Massenmord an Juden, das unfassbare Leid und die willkürliche Entmenschlichung sind das finsterste Kapitel der Geschichte unseres Landes und dürfen nicht in Vergessenheit geraten." Das schmerzliche Erinnern müsse klarer Auftrag sein, "immer und überall für Freiheit, Demokratie, die Würde des Menschen und die damit verbundenen Grundwerte einzutreten und sie zu schützen."