Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags hat Kanzler Stocker mit Yad-Vashem-Chef Dani Dayan die Bedeutung aktiver Erinnerung betont. Österreich trage eine besondere Verantwortung und müsse dieser auch in Zeiten zunehmender Polarisierung gerecht werden.
Am Vortag des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust haben Kanzler Christian Stocker und der für den Kampf gegen Antisemitismus zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (beide ÖVP) den Vorsitzenden der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, zum Gespräch im Bundeskanzleramt getroffen. Stocker betonte die besondere historische Verantwortung Österreichs und die Bedeutung einer lebendigen, zukunftsgerichteten Erinnerungskultur.
"Wir dürfen Intoleranz niemals akzeptieren, egal in welcher Gestalt sie sich zeigt", sagte Stocker laut Aussendung. "Die Erinnerung an die Shoah ist mehr als ein Blick in die Vergangenheit - aus ihr erwächst Verantwortung für die Gegenwart und ein klarer Auftrag für die Zukunft. Wer erinnert, übernimmt Verantwortung, denn das Bewusstsein schärft unsere Wachsamkeit gegenüber Intoleranz und Hass."
Staatssekretär Pröll unterstrich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit Österreichs mit Yad Vashem: "Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung ist es unsere Pflicht, das Gedenken an die Opfer der Shoah wachzuhalten und dieses Wissen insbesondere an junge Generationen weiterzugeben." Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust findet am 27. Jänner statt und erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 81 Jahren.