Nach der Tötung eines 49-Jährigen in Linz ist am Wochenende dessen 86-jähriger Vater verstorben. Eine Obduktion wurde angeordnet, laut Staatsanwaltschaft gibt es aktuell keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.
Eine Woche nach der tödlichen Gewalttat an einem 49-jährigen Immobilienmakler in Linz, ist die Familie am Wochenende von einem zweiten Schicksalsschlag getroffen worden. Dessen Vater ist verstorben, eine Obduktion wurde veranlasst, bestätigte die Staatsanwaltschaft Linz einen Bericht in der "Kronen Zeitung" am Montag. Die Polizei hat eine Aussendung angekündigt, um über den "Sachverhalt" zum Tötungsdelikt am Sohn zu informieren, da viele Gerüchte die Runde machen würden.
Um jeglichen Spekulationen vorzubeugen, hat auch die Staatsanwaltschaft die Obduktion des 86-Jährigen, der von seiner Frau im Haus tot aufgefunden worden war, in Auftrag gegeben, so die Sprecherin. Bei dem Verstorbenen gebe es jedoch keine Hinweise auf Suizid oder Gewalteinwirkung von Dritten. Mit einem Ergebnis der Obduktion rechnet die Staatsanwaltschaft spätestens am Dienstag.
Der Bruder des 49-Jährigen hatte den Toten am Montag der Vorwoche in dessen Dachgeschosswohnung in der Linzer Innenstadt entdeckt. Die Leiche war an Händen und Füßen gefesselt und wies zahlreiche Verletzungen auf, die auf stumpfe Gewalt hindeuteten. Laut Obduktion starb der Mann an einem Schädel-Hirn-Trauma. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen unbekannte Täter eingeleitet.
Inzwischen ist die Tatortarbeit in der Wohnung und im Umfeld abgeschlossen, die Auswertung der Spuren läuft. Zu den Hintergründen der Tat hat die Polizei bisher keine Angaben gemacht. An der Wohnungstür sollen keine Einbruchsspuren festgestellt worden sein, auch in den Räumlichkeiten selbst dürfte es keine Hinweise darauf geben. Dies könnte ein Indiz sein, dass das Opfer den oder die Täter gekannt hat. In einer Pressemitteilung plant die Landespolizeidirektion am Montag eine Darstellung des "Sachverhalts" sowie eine Erklärung, warum zu dem Fall so wenig veröffentlicht werde, hieß es bei der Pressestelle am Vormittag.