Nach dem mutmaßlichen Spendenbetrug im Zusammenhang mit dem Amoklauf an einer Grazer Schule bleibt die Verdächtige in Untersuchungshaft.
Die Untersuchungshaft für die mutmaßliche Spendenbetrügerin in Graz ist am Montag in der Justizanstalt Jakomini verlängert worden, sagte die Staatsanwaltschaft Graz auf APA-Nachfrage. Die Verdächtige soll nach dem Amoklauf an einer Grazer Schule Spendengelder für Opferfamilien lukriert, diese aber behalten haben. Die 33-Jährige aus dem Bezirk Leibnitz ist Ende September 2025 verhaftet worden. Sie soll außerdem rund 23.000 Euro an Sozialleistungen unrechtmäßig bezogen haben.
Die Frau hatte laut Polizei schon am 11. Juni 2025 - einen Tag nach der Amoktat mit zehn Toten, der Schütze beging Suizid - über eine internationale Online-Crowdfunding-Plattform einen Spendenaufruf gestartet. Sie hatte sich dabei fälschlich als Hinterbliebene ausgegeben und auf diese Weise mehr als 37.000 Euro an Spenden lukriert. Davon dürfte jedoch nur ein geringer Anteil an betroffene Opferfamilien weitergegeben worden sein. Die Untersuchungshaft ist Montagfrüh wegen Tatbegehungsgefahr verlängert worden, erklärte Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz. Ein Abschlussbericht für das Ermittlungsverfahren liege bisher noch nicht vor.