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WKÖ-Chefin Schultz kündigt Einsparungen an

23-01-2026, 15:58

Nach dem Rücktritt von Harald Mahrer als WKÖ-Präsident beginnt seine Nachfolgerin Martha Schultz mit den versprochenen Reformen und insbesondere mit Einsparungen, die noch in diesem Jahr Millionenbeträge erreichen sollen.

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) plant, das erwartete Minus von 4,2 Mio. Euro im Jahr 2026 auf null zu reduzieren, so ein Sprecher. Ab sofort gibt es einen Einstellungsstopp, um bis Ende 2027 Personal abzubauen. Die genaue Anzahl der betroffenen Stellen ist noch unklar. Bei einer Klausur mit den Abteilungsleitern wurde beschlossen, auch bei Veranstaltungen zu sparen.

Zwei Reformebenen bei Wirtschaftskammer

Schultz setzt laut einer schriftlichen Mitteilung der Kammer auf zwei Reformebenen. Die Neuaufstellung der gesamten Organisation sowie eine Reform im eigenen Haus, der Bundesorganisation. Und nun gibt es die ersten Anweisungen der Neo-Chefin. So werden im Sinne der avisierten Millionen-Einsparung "alle Ausgaben in Hinblick auf den direkten Nutzen für die Mitgliedsbetriebe hinterfragt und auf den Prüfstand gestellt". Im Rahmen der Reform ist ein Personalabbau bis Ende 2027 vorgesehen, der schrittweise und sozial verträglich erfolgen soll. Für die Bundesorganisation gilt ab sofort ein Einstellungs- und Nachbesetzungsstopp.

Personalabbau "schrittweise und sozial verträglich"

Der Personalabbau bis Ende 2027 solle "schrittweise und sozial verträglich erfolgen". Das Ausmaß blieb vorerst offen. Der Einstellungs- und Nachbesetzungsstopp gilt vorerst für die Bundesorganisation, also die WKÖ. Daneben gibt es in jedem Bundesland eine Wirtschaftskammer samt Bezirksstellen. Im Wirtschaftsparlament im Juni werde es erste Ergebnisse des Reformprozesses geben, bekräftigte die WKÖ am Freitag. Dort sollen auch weitere Maßnahmen vorgestellt werden, die gemeinsam mit den neun Landeskammern sowie allen Fraktionen in Ausarbeitung stünden.

(APA/Red)

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