Laut Auskunft der Gewerkschaft vida haben 2.000 der 4.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten, die im Dienst waren, daran teilgenommen. Kurz vor Streikbeginn habe die Gewerkschaft Verhandlungsbereitschaft signalisiert, so die Ordensspitäler.

Laut Auskunft der Gewerkschaft vida haben 2.000 der 4.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten, die im Dienst waren, daran teilgenommen. Kurz vor Streikbeginn habe die Gewerkschaft Verhandlungsbereitschaft signalisiert, so die Ordensspitäler.
Am Linzer Martin Luther Platz hatten sich am Vormittag Beschäftigte der Ordensspitäler versammelt und verliehen ihrer Forderung nach einer Inflationsabgeltung und einer schrittweisen Arbeitszeitverkürzung trotz eisiger Kälte lautstark Nachdruck. "Pflege bezahlt mit Burn-out" oder "Klatschen reicht nicht", war unter anderem auf Plakaten zu lesen. Alle Forderungen umzusetzen, würde etwas über 40 Millionen Euro kosten, das wären - umgelegt auf die eine Million Patientinnen und Patienten, die man pro Jahr versorge - "40 Euro pro Patient", hieß es in einer der Ansprachen.
Zudem wurde eine Stellungnahme des Momentum-Instituts verlesen, wonach "die Forderungen weder überzogen noch unrealistisch" seien, sondern "ökonomisch begründbar, arbeitsmarktpolitisch sinnvoll, politisch allerdings konfliktträchtig". Eine Gehaltserhöhung in der Höhe der Inflation sei keine Lohnverbesserung, sondern lediglich die Beibehaltung des Status quo. Eine sofortige 35-Stunden-Woche wäre unter den aktuellen Rahmenbedingungen schwer umsetzbar, aber die Forderung sei ja bis 2030 angelegt und das könne sogar zu einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt führen.
Vom Martin Luther Platz zogen rund 550 Demoteilnehmer dann durch die Innenstadt zum Landhaus. Auch wenn das Spital der Barmherzigen Brüder offiziell nicht mitstreikte, kamen auch von dort Beschäftigte zu der Kundgebung, hieß es von der Gewerkschaft.
"Der heutige Streik ist die Konsequenz eines monatelangen Stillstands in den Verhandlungen", erklärt Martina Reischenböck, Verhandlerin der Gewerkschaft vida. "Gleichzeitig halten wir fest: Wir wollen verhandeln - und zwar ernsthaft", denn Streik sei kein "Selbstzweck". "Es freut uns, dass auch die Gewerkschaft dazu bereit ist, den konstruktiven sozialpartnerschaftlichen Diskurs wieder aufzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren", war die Antwort von Arbeitgeberseite. Gleichzeitig hieß es von den Ordensspitälern aber auch: "Dies bestätigt allerdings unsere Wahrnehmung, dass ein Streik von Seiten der Gewerkschaft vida von Anbeginn der KV-Verhandlungen angestrebt wurde".
(APA/Red)
