logo



[email protected]

Online-Supermarkt Alfies auf Expansionskurs

22-01-2026, 12:02

Der Wiener Online-Lebensmittelhändler Alfies verzeichnete 2025 ein Umsatzwachstum auf rund 33 Mio. Euro und plant für 2026 die Expansion seines Liefergebiets in Österreich und der Schweiz.

Der Wiener Online-Lebensmittelhändler Alfies hat ein starkes Jahr hinter sich. Nach einem Umsatz von unter 30 Mio. Euro im Jahr 2024 stieg er 2025 auf rund 33 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In Österreich verzeichnete Alfies ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Für 2026 kündigte der Händler die Ausweitung seines Liefergebiets auf größere Teile Niederösterreichs und der Steiermark an. Die Elektroautoflotte soll zudem um 30 Fahrzeuge wachsen.

Neukunden-Anzahl 2025 im fünfstelligen Bereich

Alfies gewann im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben eine fünfstellige Anzahl an Neukunden, der durchschnittliche Warenkorb der Kunden steigerte sich auf rund 70 Euro. In der Schweiz verdoppelte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Zusätzlich sei dort erstmals ein positiver Deckungsbeitrag pro Bestellung erreicht worden. Für 2026 ist die Erschließung der Kantone Zürich, Aargau und Zug als neue Liefergebiete geplant.

Alfies wurde 2015 von Gunther Michl, seinem Bruder Gerald Michl und dem Schulfreund Thomas Ecker gegründet. Das Unternehmen stellt die Produkte in Wien, Graz und in Zürich zu. Mittlerweile gehört ein Drittel des Unternehmens Coca-Cola.

Online-Lebensmittelhandel in Österreich als Herausforderung

Der Online-Lebensmittelhandel gilt hierzulande als herausfordernd. Nach einer Auswertung des Unternehmens RegioData liegt der Anteil der Lebensmittel, die in Österreich online bestellt werden, zwischen zwei und drei Prozent. Andere europäische Länder wie etwa Großbritannien weisen einen deutlich höheren Anteil auf.

Die Supermarktkette Billa stellt aus wirtschaftlichen Gründen die eigene Hauszustellung in Ostösterreich per Ende Jänner 2026 ein. Zwei Pioniere im heimischen Online-Lebensmittelhandel - nämlich die Tiroler Supermarktkette MPreis und der oberösterreichische Nahversorger Unimarkt - machten ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen ihren Online-Shop komplett dicht. Auch Interspar stoppte heuer die Lebensmittellieferungen.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]