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Weniger Spitäler in Österreich? ÖGK-Chef fordert Reform

19-01-2026, 08:59

ÖGK-Chef Peter McDonald fordert eine umfassende Neuaufstellung des Gesundheitssystems. Spitalsreformen seien notwendig – auch durch Schließungen.

Peter McDonald, der mit Jänner wieder den Vorsitz in der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) von Andreas Huss übernommen hat, spricht sich einmal mehr für Reformen im Gesundheitswesen aus. Ohne Spitalsschließungen werde es nicht gehen, zitierte die "Krone" (Sonntag-Ausgabe) den ÖVP-Politiker. Kritik übte er an der Gastpatienten-Debatte: Diese sei "unwürdig" und zeige auf, wie dringend eine Neuaufstellung des österreichischen Gesundheitssystems sei.

Spitalsreform laut McDonald unumgänglich

"Um die Versorgung für die Zukunft zu sichern, müssen wir jetzt handeln", so McDonald. "Aber nicht nur aus finanziellen Überlegungen, sondern auch aus Gründen der Versorgungsqualität. Medizin wird dezentraler, wohnortnäher, und damit werden künftig weniger Spitäler brauchen." Konkrete Zahlen, wie viele Spitäler geschlossen werden könnten, wollte er laut "Krone" nicht nennen, letztlich gehe es darum, eine regionale Versorgung sicherzustellen und die existierenden Spitäler zu entlasten.

Mehr Spezialisierung, weniger Doppelgleisigkeiten

Krankenhäuser müssten sich spezialisieren, sagte er: "Wir brauchen Schwerpunktbildungen und Spezialisierung bei den Spitälern. Denn je häufiger Operationen gemacht werden, desto besser werden sie ausgeführt." Bei geplanten Operationen sei es hingegen nicht von einer besonderen Relevanz, "wenn ich da eine halbe Stunde länger zu einem Spital fahren muss, solange dann die Qualität stimmt". Notfallstrukturen werde es immer geben.

Zusätzliches Geld in das überlastete System zu pumpen, sei nicht die Lösung. "Wir sind ein Hochsteuerland. Wir können Steuern und Lohnnebenkosten nicht weiter erhöhen, wir müssen das Geld österreichweit effizienter einsetzen."

(APA/Red)

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