Das Smartphone verändert den Alltag der Österreicher stark und ersetzt rund acht andere Geräte, wie ein aktueller IMAS-Report zeigt. Am häufigsten wird das Handy statt Videokamera, Festnetztelefon und Fotoapparat genutzt.
31 Prozent der Befragten gaben an, das Smartphone habe den eigenen Alltag stark verändert, zwölf Prozent sahen das nicht so, lediglich fünf Prozent behaupteten, kein Smartphone zu besitzen. Insbesondere Menschen unter 60 Jahren, Personen mit formell höherer Bildung und Angehörige der höheren sozialen Schichten sind überdurchschnittlich häufig von der starken Veränderung des Alltags durch das Smartphone überzeugt, berichteten die Marktforscher.
Im Schnitt würden acht Gegenstände durch das Smartphone ersetzt, bei Jüngeren im Alter von 16 bis 34 Jahren sogar fast zehn Geräte. Befragt wurden 1.022 Personen, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, im November 2025 in persönlichen Interviews.
Beim Video aufnehmen, Telefonieren und Fotografieren ersetzt für je rund 60 Prozent der Befragten das Smartphone die zuvor benutzten Geräte. Etwas mehr als die Hälfte nimmt das Telefon statt des Weckers und statt einer gedruckten Straßenkarte, wobei 29 Prozent einen Wecker und 17 Prozent eine Karte in Gebrauch haben. 46 bzw. 45 Prozent geben dem Handy gegenüber einem Wörterbuch und einer GPS-Navigation den Vorzug, je 43 Prozent nutzen es als Taschenrechner oder zum Fotos anschauen. Für 40 Prozent hat der Papier-Kalender die Nase vorn, 34 Prozent tragen ihre Termine im Smartphone ein.
Als Autoschlüssel, Fernseher und Buch verwenden nur wenige Österreicher (fünf bis acht Prozent) ihr Telefon: 84 Prozent benutzen den Autoschlüssel, 79 den Fernseher und 73 Prozent ein gedrucktes Buch. Radio hören, bezahlen (mit Karte), Print-Zeitungen lesen und eine Einkaufsliste notieren sind ebenfalls Dinge, die mehr als 60 Prozent ohne Smartphone erledigen. Rund ein Viertel verwendet es aber statt Zettel und Stift für Notizen, statt dem Scanner, statt einer Spielkonsole und statt eines Kochbuchs. Immerhin 54 Prozent notieren noch mit Stift und Papier und 52 Prozent verwenden einen Scanner.