Der ÖAMTC verzeichnete 2025 mit 700.881 Einsätzen in ganz Österreich einen leichten Anstieg der Pannenhilfe, wobei Kälte und batteriebedingte Probleme zu den Hauptursachen zählten.
Die "Gelben Engel" des ÖAMTC waren auch im Jahr 2025 fast ununterbrochen im Einsatz: Insgesamt rückten die Pannenhelfer des Mobilitätsclubs in ganz Österreich 700.881-mal aus, um den Mitgliedern schnell und zuverlässig zu helfen. Das entspricht durchschnittlich 1.920 Einsätzen pro Tag, was eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Auf Wien entfallen dabei 162.649 Einsätze bzw. 446 pro Tag.
Kälte und Glätte fordert Pannenhilfe
Der Dezember 2025 erwies sich als besonders herausfordernd für die ÖAMTC-Pannenhilfe: Insgesamt 65.040 Einsätze machten ihn zum einsatzstärksten Monat des Jahres, dicht gefolgt vom Jänner mit 63.200 und August mit 63.098 Einsätzen. Oliver Danninger, Leiter des Bereichs Technik beim Mobilitätsclub, fasst zusammen: "Das Jahr 2025 endete mit einem besonders einsatzreichen Dezember - und das neue Jahr hat aufgrund der Kälte ebenso intensiv begonnen. Die Kombination aus frostiger Kälte und erhöhter Anfälligkeit von Autobatterien sorgte dafür, dass unsere Pannenhelfer:innen alle Hände voll zu tun haben.”
Zu den Tagen mit den meisten Einsätzen im Jahr 2025 gehörten der 2. Jänner, der 24. November sowie der 29. Dezember, an denen der ÖAMTC jeweils rund 3.500 Einsätze verzeichnete. Der ÖAMTC-Experte erklärt: "Extreme Temperaturen, sei es die klirrende Kälte im Winter oder die große Hitze im Sommer, führen in Verbindung mit dem starken Urlaubsverkehr zu erhöhtem Pannenaufkommen.”
ARBÖ mit 100.000 Einsätzen
Der ARBÖ verzeichnete im vergangenen Jahr 100.000 Einsätze, hatte der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs vergangene Woche mitgeteilt. Durchschnittlich wurden die 600 ARBÖ-Technikerinnen und -Techniker somit täglich 274-mal zur Hilfe gerufen. Am häufigsten wurde wie beim ÖAMTC wegen Batteriedefekten angerufen, auf den Plätzen zwei und drei der häufigsten Pannengründe lagen technische Gebrechen wie Elektronikprobleme oder Reifenschäden.
2025 wurde öfter abgeschleppt als im Vorjahr
Auch der Abschleppdienst war im Jahr 2025 stark gefordert: Insgesamt 271.323-mal wurde er österreichweit gerufen, was eine Steigerung von 3.557 Einsätzen im Vergleich zu 2024 bedeutet. Wenn eine Panne nicht direkt vor Ort behoben werden kann, wird das Fahrzeug in die nächstgelegene Werkstatt abgeschleppt. Darüber hinaus leistet der Abschleppdienst auch bei geplanten Nothilfen Unterstützung, beispielsweise nach Falschbetankungen oder ähnlichen Schadensfällen.
Jeder dritte Einsatz wegen Batterie
Die häufigste Ursache für Pannen im Jahr 2025 war erneut die Starterbatterie. "Batterieprobleme sind ein ganzjähriges Thema und waren auch 2025 die häufigste Ursache für Pannen", erklärt Oliver Danninger. Etwa ein Drittel aller Einsätze war auf schwache, leere oder defekte Batterien zurückzuführen. Besonders an sehr kalten Wintertagen zeigt sich deren Anfälligkeit. Danninger empfiehlt: "Vor längeren Fahrten, wie zum Beispiel in den Winterurlaub, ist ein Fahrzeug-Check besonders wichtig.”