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AUA-Hagelflug: Verfahren gegen Ministeriums-Ermittler beendet

15-01-2026, 15:34

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien rund um den AUA-Hagelflug und die Swiss-Notlandung wurden eingestellt. Betroffen waren neun Ermittler des Verkehrsministeriums – ihnen wurde mögliche Begünstigung des Lufthansa-Konzerns vorgeworfen.

Von einer neuen Entwicklung rund um die Ermittlungen zum "AUA-Hagelflug" im Juni 2024 hat am Donnerstag der "Kurier" berichtet.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien eingestellt

Dabei geht es um die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien gegen Ermittler des Verkehrsministeriums "wegen möglicher Begünstigung des Lufthansa-Konzerns". Behördensprecherin Nina Bussek bestätigte gegenüber der APA, dass das betreffende Ermittlungsverfahren gegen neun Ermittlerinnen und Ermittler des Verkehrsministeriums eingestellt worden ist.

Laut dem Bericht gab es dabei nicht nur Erhebungen in Zusammenhang mit dem Hagelflug, bei dem ein Airbus A320 im Juni 2024 über der Steiermark in eine Gewitterzelle geraten und durch Hagel schwer beschädigt worden war. Vorwürfe von manipulierten Untersuchungen gab es auch im Fall der Swiss-Notlandung mit einem toten Flugbegleiter am Flughafen Graz im Dezember 2024.

Airbus in Gewitterzelle beschädigt

Der Airbus A220 der Swiss war am 23. Dezember 2024 mit 74 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Bukarest nach Zürich, als der Jet wegen Triebwerksproblemen und Rauchs in der Kabine in Graz notlanden musste. Mehrere Personen, darunter auch die Crew-Mitglieder, wurden teils schwer verletzt. Ein 23-jähriger Flugbegleiter starb später im Spital.

Gegenüber dem "Kurier" kritisierte Passagieranwalt Wolfgang List die Einstellung des Ermittlungsverfahrens hinsichtlich des Verdachtes des Missbrauchs der Amtsgewalt als "in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb wir am 7. Jänner bereits eine Einstellungsbegründung beantragt haben."

(APA/Red)

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