Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne sind 2025 um durchschnittlich 3,9 Prozent gestiegen – und liegen damit über der Vorjahresinflation von 2,9 Prozent. Laut Statistik Austria ergibt sich damit ein reales Lohnplus für viele Arbeitnehmer.
Die kollektivvertraglichen Brutto-Mindestlöhne sind im Jahr 2025 durchschnittlich um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie die Statistik Austria am Donnerstag schreibt, lag die Steigerung damit über der relevanten Inflationsrate des Vorjahres 2024 von 2,9 Prozent. Den höchsten KV-Mindestlohn-Aufschlag gab es für Arbeiterinnen und Arbeiter mit 4,2 Prozent, gefolgt von Angestellten (3,8 Prozent) und öffentlichen Bediensteten (3,6 Prozent).
Wie in den meisten Jahren des vergangene Vierteljahrhunderts gab es ein reales Mindestlohnplus. Nur 2002 und 2023 fiel der Lohnzuwachs geringer aus als die Teuerungsrate des jeweiligen Vorjahres. Die Berechnung der Statistikbehörde bezieht sich dabei nur auf die KV-Mindestlöhne, nicht auf die Ist-Löhne (inkl. Überzahlung).
Die Entwicklung im vergangenen Jahr bedeutet auch eine Rückkehr zur "Normalität" der vergangenen 25 Jahre. Seit dem Jahr 2000 betrug das durchschnittliche Mindestlohnplus 2,9 Prozent. 2023 und 2024 hatte es im Rahmen der Inflationskrisen Lohnzuwächse von 7,6 und 8,5 Prozent gegeben.