logo



[email protected]

Vermisste 34-jährige wohl tot: Teilgeständnis von Verdächtigem abgelegt

13-01-2026, 18:31

Die in der Steiermark vermisste 34-Jährige dürfte tot sein. Bei einer erneuten Befragung des 30-jährigen Verdächtigen legte der Mann ein Teilgeständnis ab und nannte einen Ort, an dem die Ermittler suchen sollten.

Tatsächlich wurde Dienstagnachmittag eine Leiche gefunden, bestätigte der Sprecher der Landespolizeidirektion Steiermark, Markus Lamb, einen Bericht der "Kronen Zeitung". Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die abgängige Steirerin.

Gegenüber den Ermittlern gab der verdächtige Polizeibeamte aus dem Bezirk Südoststeiermark an, dass es sich bei der Tat nicht um Absicht sondern um einen Unfall gehandelt haben soll. Diese Angaben werden allerdings noch geprüft und der 30-Jährige wurde Dienstagabend auch noch weiter vernommen. Die gefundene Leiche war vorerst noch nicht identifiziert, aber es sei davon auszugehen, dass es sich dabei um die 34-Jährige handeln dürfte. Laut dem Bericht der "Kronen Zeitung" soll der Mann die Leiche in einem Loch vergraben haben.

Vermisste Steirerin: Polizist war am Montag festgenommen worden

Der Polizist war am Montag festgenommen worden, nachdem er ein Treffen mit der Vermissten zuerst abgestritten hatte. Erst als Nachrichten einer Freundin der Frau vorgelegt wurden, gestand er, dass er sie am Freitag getroffen hatte. Mit dem Verschwinden der 34-Jährigen wollte er zu Beginn aber nichts zu tun haben. Weder in der Wohnung der Vermissten noch in der Wohnung des Beamten waren verdächtige Spuren gefunden worden. Laut "Kronen Zeitung" soll der 30-Jährige sie im Auto getötet haben. Das wurde vorerst nicht von der Polizei bestätigt.

Gestohlene Waffen entdeckt

Die Waffen des 30-jährigen Polizisten waren bereits bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt worden. Dabei stellte sich heraus, dass er neben seinen legalen Waffen im Besitz von zwei als gestohlen gemeldeten Pistolen war, die der Verdächtige möglicherweise von einer Polizeistation entwendet haben könnte. Es handelt sich um eine Dienstpistole der Marke Glock sowie um eine sogenannte Blauwaffe, eine Trainingswaffe. Gegen den 30-Jährigen wurde ein Waffenverbot verhängt.

Seitens der Ermittler wurden am Dienstag Medienberichte bestätigt, wonach die Abgängige wohl schwanger gewesen sein dürfte. Das hat zumindest ihr Umfeld gegenüber der Polizei angegeben.

Die Mutter der 34-Jährigen aus Tillmitsch hatte am Samstag eine Vermisstenanzeige erstattet, da sie ihre Tochter nicht erreichen konnte. Seit Freitag fehlte jede Spur von der Frau. Mehrere Suchaktionen wurden bereits am Wochenende veranlasst. So wurden beispielsweise ihre Laufstrecken abgesucht.

Hilfe für Gewaltopfer

In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]