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Gastro-Vertreter kritisieren Pläne für verpflichtendes Sparmenü

13-01-2026, 15:37

Der Fachverband Gastronomie der Wirtschaftskammer (WKÖ) kritisiert anlässlich der Regierungsklausur eine laut Medienberichten diskutierte Anti-Teuerungsmaßnahme, wonach Lokale künftig eine billige Speise (analog zum Jugendgetränk) anbieten sollen.

Fachverband-Obmann Alois Rainer fand am Dienstag wenig Verständnis für kolportierte Vorschläge wie ein "staatlich verordnetes Sparmenü": "Symbolpolitik ersetzt keine strukturellen Maßnahmen", so Rainer.

Die österreichische Gastronomie biete seit jeher ein vielfältiges Angebot, vom leistbaren Mittagstisch bis zur gehobenen Küche, betonte der Branchenvertreter in einer Aussendung. "Unsere Betriebe reagieren längst verantwortungsvoll auf die wirtschaftliche Lage ihrer Gäste", so Rainer. Laut Erhebungen des Fachverbands erhöhten über 90 Prozent der Gastronominnen und Gastronomen ihre Preise nicht im Ausmaß der tatsächlichen Kostensteigerungen. Dabei stehe die heimische Gastronomie seit Jahren unter "massivem Kostendruck", monierte der Fachverband-Obmann, die Betriebsergebnisse seien seit 2019 "über alle Betriebstypen hinweg" rückläufig.

Gastro-Vertreter wehren sich gegen "staatlich verordnetes Sparmenü"

Aus Sicht des Fachverband-Obmanns braucht es für eine nachhaltige Reduktion der Inflation finanzielle Entlastung für Betriebe, leistbare Energie und den spürbaren Abbau bürokratischer Hürden - das werde sich seiner Ansicht nach auch positiv auf Angebot und Preise für die Gäste auswirken. "Was es nicht braucht, sind zusätzliche Vorgaben, die an Planwirtschaft erinnern", so Rainer. Ähnliche Kritik an den kolportierten Plänen der schwarz-rot-pinken Regierung kam von der freiheitlichen Wirtschaft, die in einer Aussendung vor "staatlicher Bevormundung" und "planwirtschaftlichen Experimenten" warnte.

(APA/Red)

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