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SOS-Kinderdorf Moosburg: Aufnahmestopp fürs Erste nicht aufgehoben

12-01-2026, 19:29

Der vom Land Kärnten verhängte Zuweisungsstopp für das Kinderdorf Moosburg ist fürs Erste weiter gültig.

Die neu für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Abteilung in der Kärntner Landesregierung hat am Montag Gespräche mit SOS-Kinderdorf aufgenommen. Es geht um einen im Dezember vom Land verhängten Zuweisungsstopp für das Kinderdorf Moosburg. Dieser bleibt vorerst in Kraft, weitere Gespräche sollen folgen. Auch wenn angeforderte Unterlagen inzwischen teilweise nachgereicht worden seien, ist die Vertrauensbasis aus Sicht des Landes weiter keine allzu gute.

"Es konnten nicht alle Kritikpunkte aus dem Weg geräumt werden"

Seitens SOS-Kinderdorf konnte man die Vorwürfe nicht nachvollziehen, neue Stellungnahme am Montag gab es keine. Unter den angeforderten und nur schleppend übermittelten Unterlagen befanden sich auch jene der Kinderdorf-Kinder, die Gewalterfahrungen gemeldet hatten. Die Gespräche hatten am Montag aus Sicht des Landes konstruktiv begonnen, allerdings: "Es konnten nicht alle Kritikpunkte aus dem Weg geräumt werden. Solange die Vertrauensbasis nicht 100 Prozent wieder hergestellt ist, werden keine neuen Kinder ins Kinderdorf Moosburg zugewiesen", ließ der zuständige Landesrat, Peter Reichmann (SPÖ), auf APA-Anfrage ausrichten. Ein Problem war weiterhin schleppender Informationsaustausch.

Einen Grund, Kinder aus der Einrichtung in Moosburg in ein anderes Heim zu verlegen, hatte man beim Land im Dezember nicht gesehen. Die Fachaufsicht habe bei einem Lokalaugenschein keine Mängel in der Betreuung festgestellt. Während die Gespräche laufen, werde es weiterhin unangekündigte Besuche der Fachaufsicht in Moosburg geben, um sicherzustellen, dass es den dort untergebrachten Kindern gut geht, sagte eine Sprecherin Reichmanns. Weil Dinge passiert seien, die nie hätten passieren dürfen, wolle man auf Nummer sicher gehen.

(APA/Red)

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