Klirrende Kälte draußen, tödliche Flammen drinnen. Da sich Wohnungsbrände derzeit wieder häufen, warnt der Fachbereich Eigentumsschutz im KFV eindringlich vor den besonderen Brandgefahren in der kalten Jahreszeit und gibt konkrete Sicherheitstipps. Allein seit Anfang November 2025 sind in Österreich mindestens 14 Menschen bei Wohnungsbränden gestorben.
Nach dem Brand eines Einfamilienhauses in Eisenstadt mit zwei toten Frauen summiert sich die Zahl der bei Wohnungsbränden Getöteten seit Anfang November 2025 bereits auf mindestens 14 Menschen. Auswertungen des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV zeigen, dass der Jänner zu den gefährlichsten Monaten zählt: In den letzten sieben Jahren (2019-2025) kamen allein in diesem Monat insgesamt mindestens 34 Menschen bei Wohnungsbränden ums Leben. Nur der Dezember verzeichnete mit mindestens 35 Todesopfern noch mehr Brandtote. Zum Vergleich: In den Sommermonaten waren es deutlich weniger – im August insgesamt elf, im Juli zwölf und im Juni 13 Todesopfer.
„In den kalten Monaten ist das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen, rund dreimal so hoch wie im Sommer. Offenes Licht und Feuer stellen dabei die größte Gefahr dar“, betont Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV. Angesichts niedriger Temperaturen warnt der Experte besonders vor der Gefahr durch unsachgemäß betriebene Heizgeräte bzw. Notheizungen sowie durch brennende Kerzen. Bei der Verbrennung von Brennstoffen wie Holz, Kohle oder Gas kann es bei unzureichender Sauerstoffzufuhr zur Bildung von Kohlenmonoxid (CO) kommen – einem farb- und geruchlosen, giftigen Gas. In den vergangenen sieben Jahren starben in den Jänner-Monaten insgesamt fünf Menschen an einer CO-Vergiftung – mehr als in jedem anderen Monat. „Lassen Sie Kamine und Rauchrohre ausschließlich von Fachleuten installieren und halten Sie die vorgeschriebenen Wartungsintervalle unbedingt ein“, appelliert Dr. Kaltenegger.