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KV der oberösterreichischen Ordensspitäler: vida kündigt Demo an

9-01-2026, 14:29

Nachdem die vierte Kollektivvertragsverhandlungsrunde für das nicht-ärztliche Personal der Ordensspitäler Oberösterreich wieder kein Ergebnis gebracht hat, hat die Gewerkschaft vida nun eine Kundgebung am 12. Jänner vor dem Landhaus angekündigt.

Die Arbeitnehmer fordern neben Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation auch eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Die Arbeitgeber bieten aber nur 3,3 Prozent und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.

Das am Tisch liegende Angebot bedeute einen "erheblichen Reallohnverlust, für alle, die tagein tagaus die Gesundheitsversorgung im Land Oberösterreich am Laufen halten", so Martina Reischenböck von der vida Oberösterreich und kritisiert: "Bei der Arbeitszeitverkürzung gibt es gar kein Angebot."

Arbeitgeber halten Arbeitszeitverkürzung für nicht umsetzbar

Die von der Gewerkschaft geforderte Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich würde die Arbeitslast für das verbleibende Personal sehr verdichten, argumentieren die Arbeitgeber. Sie sei angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels nicht umsetzbar.

Die Arbeitgeber haben für die rund 10.000 Beschäftigten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent ab 1. Juli vorgeschlagen, damit orientiere man sich am Abschluss des öffentlichen Dienstes, der in den vergangenen Jahren immer 1:1 übernommen worden sei - inklusive der Inflationsanpassung von 9 Prozent vor zwei Jahren, wie betont wird.

Demo am Montag in Linz

Die Arbeitnehmer hatten bereits Anfang Dezember mit Streik gedroht, sollte es nicht binnen 40 Tagen zu einer Einigung kommen. Dieses Ultimatum ist nun abgelaufen. Daher will man am Montag nächster Woche vor dem Landhaus protestieren. Zudem würden bis zum Dienstag alle Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich über das weitere Vorgehen abstimmen, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen, kündigte Reischenböck an. Die Arbeitgeber verweisen auf die großen Herausforderungen im Gesundheitsbereich und appellieren an die Gewerkschaft einzulenken.

(APA/Red)

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