89,7 Prozent des Bedarfs wurden gedeckt, das ist ein Prozentpunkt weniger als 2024. Im Vorjahr feierte der Zivildienst außerdem sein 50-jähriges Jubiläum - seit 1975 haben sich 455.215 Männer für den Wehrersatzdienst entschieden.

89,7 Prozent des Bedarfs wurden gedeckt, das ist ein Prozentpunkt weniger als 2024. Im Vorjahr feierte der Zivildienst außerdem sein 50-jähriges Jubiläum - seit 1975 haben sich 455.215 Männer für den Wehrersatzdienst entschieden.
Eine Bedarfsdeckung von 100 Prozent sei aufgrund der geburtenschwächeren Jahrgänge und krankheitsbedingter Ausfälle nicht möglich, führte Plakolm aus. Die meisten Zuweisungen gab es 2025 mit 3.479 in Wien und mit 3.042 in Oberösterreich. Rund 39 Prozent waren im Rettungswesen, 27 Prozent in der Sozial- und Behindertenhilfe und 12 Prozent in der Altenbetreuung beschäftigt. Weitere neun Prozent waren in Spitälern im Einsatz, rund vier Prozent in der Kinderbetreuung. Insgesamt gibt es 1.500 Zivildiensteinrichtungen mit 3.000 Einsatzstellen.
Der Zivildienst sei eine verlässliche und tragende Säule im Sozial- und Gesundheitsbereich, betonte die Ministerin. Fast die Hälfte der tauglichen Wehrpflichtigen entscheide sich dafür. Viele würden ihren Einsatzgebieten außerdem ehren- oder hauptamtlich erhalten bleiben; für Plakolm ist der Zivildienst deshalb "der beste Headhunter für den Sozial- und Gesundheitsbereich."
Mit der Weiterentwicklung des Zivil- und Wehrdiensts beschäftigt sich aktuell eine Expertenkommission des Bundesheeres, die am 20. Jänner ihre Ergebnisse präsentieren soll. Diese könnte eine Verlängerung beider Dienste vorschlagen. Plakolm wollte dem Ergebnis, über das die Bundesregierung nach der Präsentation beraten werde, nicht vorgreifen. Jedenfalls müsse jede Weiterentwicklung des Zivildienstes auch eine Verbesserung sein. Dieser könne als "Sprungbrett" weiterentwickelt werden. Junge Männer sollen dafür gewonnen werden, in einem Bereich, in dem es einen Fachkräftemangel gibt, "eine Ausbildung gleich draufzusetzen".
(APA/Red)
