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Brennerautobahn: Lkw-Chaos nimmt weiter zu

8-01-2026, 11:37

Im Jahr 2025 verzeichnete die Brennerautobahn (A13) in Tirol insgesamt einen Rückgang des Verkehrs um 4,5 Prozent, wobei der Pkw-Verkehr um 6 Prozent zurückging, während der Transitverkehr trotz Baustellen um 2,4 Prozent zunahm.

Am Brenner bzw. auf der Brennerautobahn (A13) in Tirol sind im Jahr 2025 insgesamt weniger Fahrzeuge unterwegs gewesen als im Jahr zuvor. 13,59 Millionen Pkw, Camper, Busse und Lkw passierten die Hauptmautstelle Schönberg, wie aus Zahlen des Autobahnbetreibers Asfinag hervorging. Um rund 4,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Während der Pkw-Verkehr um 6 Prozent auf 10,85 Mio. Autos abnahm, gab es beim Schwer- bzw. Transitverkehr eine Zunahme um 2,4 Prozent auf 2,4 Mio. Lkw.

Trotz Baustellen kein Rückgang im Transitverkehr

Im Jahr 2024 waren nach einem Rückgang noch 2,37 Millionen Sattelschlepper und Lkw mit Anhänger (Kategorie 4) am Brenner gezählt worden. Die Kategorie 4 entspricht laut Asfinag in etwa dem Transitverkehr, sie beinhaltet Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht und vier oder mehr Achsen. Somit führten jedenfalls auch die Kapazitätseinschränkungen aufgrund des derzeit stattfindenden Neubaus der Luegbrücke auf der Brennerautobahn mit zeitweiser Einspurigkeit vorerst nicht zu einer Reduktion des Transitverkehrs.

Transitverkehr als Dauerstreitthema in Tirol

Der überbordende Transitverkehr ist in Tirol seit Jahrzehnten Dauerthema. Im Sommer 2024 kam es zu einer weiteren Eskalation, als Italien final die bereits zuvor beschlossene Klage gegen Österreich vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen der Tiroler Anti-Transitmaßnahmen inklusive Fahrverboten einbrachte. Eine Entscheidung darüber stand vorerst weiter aus.

(APA/Red)

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