Das Burgenland plant ein Verbot für Edibles mit psychoaktiven Stoffen, um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu schützen und das Inverkehrbringen klar zu regeln, wie Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner ankündigte.
Das Burgenland plant ein Verbot für sogenannte Edibles mit psychoaktiven Inhaltsstoffen. "Was harmlos aussieht wie ein Zuckerl oder ein Keks, kann hochgefährlich sein", warnte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) am Montag. Zum Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wurde daher eine Novelle des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes in Begutachtung geschickt. Es soll das Inverkehrbringen künftig klar regeln und verbieten.
Bei "Edibles" handelt es sich um essbare Produkte wie Fruchtgummis, Kekse, Schokoladen, Getränke oder Kapseln, die Wirkstoffe wie THC oder andere psychoaktive Cannabinoide, Muscimol (Fliegenpilzgift), Kratom, Kanna oder Blauen Lotus enthalten können, hieß es in der Aussendung des Landesmedienservice. Die geplante Gesetzesnovelle sieht vor, das Inverkehrbringen solcher psychoaktiver Stoffe zu verbieten, auch wenn sie noch nicht offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft sind und ihre Verwendung nicht als herkömmlich gilt. Ausdrücklich ausgenommen von diesem Verbot seien herkömmliche Zutaten wie etwa Koffein.
Haider-Wallner appellierte an Eltern: "Schauen Sie genau hin, was konsumiert wird, und seien Sie wachsam bei Produkten, die plötzlich im Kinderzimmer auftauchen."