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Fünf Plant-Based-Trends für den Veganuary 2026

5-01-2026, 05:00

Der Veganuary ist inzwischen fest etabliert und beeinflusst Ernährung, Konsum und Handel. Während die EU über die Benennung pflanzlicher Alternativen diskutiert, zeigen aktuelle Daten von Gurkerl, dass pflanzliche Produkte bereits ein fester Bestandteil des Wocheneinkaufs für viele Menschen sind.

Die Nachfrage nach pflanzlichen Produkten bei Gurkerl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent. Inzwischen enthalten etwa 12 Prozent der Warenkörbe mindestens ein pflanzliches Ersatzprodukt. Laut Sydney Colombani von Gurkerl hat sich der Veganuary zu einer Bewegung entwickelt, die Menschen motiviert, ihre Ernährung nachhaltiger und vielfältiger zu gestalten. Gurkerl identifizierte fünf Haupttrends in der pflanzlichen Ernährung basierend auf aktuellen Verkaufsdaten.

Fermentation macht Plant-Based massentauglich

Im Jahr 2026 wird klarer als je zuvor, dass die Zukunft pflanzlicher Proteine in der Fermentation liegt. Obwohl Sojabohnen und Erbsen weiterhin bedeutende Klassiker sind, eröffnen Mykoproteine, Wasserlinsen oder präzisionsfermentierte Inhaltsstoffe völlig neue Produktwelten. Was einst als "Ersatzprodukte" galt, entwickelt sich zunehmend zu eigenständigen, kulinarisch hochwertigen Nahrungsmitteln. "Die Zeiten, in denen vegane Proteine auf wenige Sorten begrenzt waren, sind vorbei. Neue Herstellungsverfahren sorgen dafür, dass pflanzliche Alternativen geschmacklich wie auch in der Textur immer überzeugender werden", sagt Sydney Colombani.

Clean Label und kurze Zutatenlisten

Zunehmend möchten Konsument:innen keine langen Zutatenlisten mehr sehen. Die Produkte sollten einfach, verständlich und so natürlich wie möglich sein. Zu den beliebtesten Kategorien gehören Haferdrinks, Nussdrinks, klassischer Tofu, Seidentofu und Nussmuse. Gleichzeitig wachsen die Ansprüche: Ein einfaches "vegan"-Label genügt vielen nicht mehr. Transparenz, nachvollziehbare Herkunft und klare Kommunikation sind gefragt. "Man merkt deutlich: Plant-Based wird erwachsener. Kund:innen achten stärker darauf, wie Produkte hergestellt werden, woher Zutaten kommen und ob Marken glaubwürdig kommunizieren", so Colombani.

Plant-Based Sweets werden Premium

Vegane Süßigkeiten sind von einer "Notlösung" zu einer eigenständigen Premiumkategorie geworden: Schokolade aus Hafer-, Mandel- oder Cashewbasis, pektinbasierte Fruchtgummis, vegane Nougatcremes und moderne Snack-Riegel erfüllen das Verlangen nach bewusstem Genuss, ohne ein Gefühl des Verzichts hervorzurufen. "Viele Menschen wollen nicht verzichten - sie wollen genießen. Aber eben bewusster, moderner, pflanzlich. Und die neuen Produkte liefern genau das", sagt Sydney Colombani.

DIY-Food und Fermentation werden beliebter

Soziale Medien haben zu einem erheblichen Popularitätsschub für Darmgesundheit, Fermentation und "Essen als Wellness" geführt. Produkte wie Kombucha, Tempeh, Kimchi, Sauerkraut oder eingelegtes Gemüse sind nun fester Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung und nicht mehr nur ein Nischenprodukt. "Fermentation ist einer der spannendsten Bereiche der modernen Ernährung. Kund:innen greifen zunehmend zu Kimchi, Miso oder Kombucha, weil sie spürbare Vorteile für Verdauung, Energie und Haut wahrnehmen", so Colombani.

Plant-Based Meeresfrüchte, funktionale Drinks und Botanical Cocktails

Im Jahr 2026 wird die pflanzliche Ernährung vielseitiger und umfasst mehr als nur Fleischalternativen: Dazu gehören pflanzliche Meeresfrüchte-Alternativen, funktionale Getränke mit natürlichen Pflanzenbestandteilen sowie alkoholfreie Cocktails mit botanischen Zutaten. "Seafood-Alternativen, funktionale Drinks und Botanical Cocktails sind kein Ersatz - sie sind eine neue Form von Lifestyle", fasst Sydney Colombani zusammen.

(Red)

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