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Brunner: "Höchste Abschiebungsrate seit 2019" in der EU

3-01-2026, 11:38

Die Europäische Kommission erwartet für das vergangene Jahr einen signifikanten Anstieg bei den Abschiebungen aus der EU.

"Die Abschiebungsrate ist in den ersten drei Quartalen von 19 Prozent im Jahr 2023 auf 27 Prozent im Jahr 2025 gestiegen. Damit werden wir im Jahr 2025 voraussichtlich die höchste Abschiebungsrate seit 2019 erreichen", so EU-Innenkommissar Magnus Brunner in der "Welt am Sonntag". Dennoch sei dies "bei weitem noch nicht genug", sagte der EU-Kommissar.

Anstieg der Zahl der Abschiebungen in der EU: Brunner sieht erste Erfolge

"Wir müssen die illegale Migration auf allen Fronten bekämpfen. Das bedeutet konsequente Abschiebungen jener, die das Recht verwirkt haben, in der EU zu bleiben", sagte der EU-Kommissar. Es bedeute auch "die rasche Abweisung von Personen mit geringer Aussicht auf Asyl" sowie "eine enge Zusammenarbeit mit Drittstaaten, damit sich Menschen gar nicht erst auf gefährliche Fluchtrouten begeben."

Brunner verwies darauf, dass die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union künftig "noch effektiver abschieben können", sobald die von der Kommission Anfang 2025 vorgelegten Gesetzesvorschläge umgesetzt sind. Die aktuellen Zahlen machten deutlich, dass erste Erfolge bereits erzielt worden seien.

Karner: Abschiebungen müssen zur Regel werden

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) forderte am Samstag, dass Abschiebungen verurteilter Straftäter nach Syrien und Afghanistan zur Regel werden. "Abschiebungen sind Teil einer harten und gerechten Asylpolitik. Österreich hat als erstes europäisches Land im vergangen Jahr die Abschiebung von verurteilten Straftätern nach Syrien, aber auch direkt nach Afghanistan umgesetzt", teilte Karner in einer Aussendung mit.

Die EU-Staaten hatten Anfang Dezember in Brüssel weitreichende Einigungen in entscheidenden Fragen der Migrationspolitik erreicht. Unter anderem wollen sie den Druck auf abgelehnte Asylwerber erhöhen und Abschiebungen effizienter abwickeln. Auch Rückführungszentren in Drittstaaten außerhalb der EU sollen künftig möglich sein.

"Der Asylpakt ist ein Eckpfeiler der europäischen Migrationswende und wird Asylverfahren und Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas ermöglichen. Dadurch zerschlagen wir das menschenverachtende Geschäft der Schleppermafia nachhaltig", so Karner.

(APA/Red)

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