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Karl-Heinz Grasser mit Fußfessel in Hausarrest überstellt

2-01-2026, 10:12

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der im Buwog-Prozess verurteilt wurde und seit Juni in der Justizanstalt Innsbruck inhaftiert war, hat am Freitagmorgen eine Fußfessel erhalten. Er wurde in den elektronisch überwachten Hausarrest nach Kitzbühel überstellt. Diese Überstellung fiel genau auf seinen 57. Geburtstag.

Kurz vor 9.00 Uhr verließ ein Transportfahrzeug für Häftlinge die Justizanstalt in Innsbruck. Ob sich der ehemalige Spitzenpolitiker darin befand, war zunächst ungewiss. Die APA hatte bereits Mitte Dezember herausgefunden, dass Karl-Heinz Grasser Anfang Januar die Fußfessel erhalten würde.

Karl-Heinz Grasser nach Not-OP im September mehrere Wochen im Krankenhaus

Da es sich beim 1. Jänner um einen Feiertag handelte, erfolgte die Überstellung nun folgerichtig am Tag darauf. Grassers Anwälte hatten bereits am 1. September einen entsprechenden Antrag auf elektronisch überwachten Hausarrest eingebracht. Zuletzt war der frühere Finanzminister (von 2000 bis 2007, Anm.) ebenfalls im September in die Schlagzeilen geraten, als er sich wegen eines plötzlich aufgetretenen gesundheitlichen Problems einer Notoperation in der Innsbrucker Klinik unterziehen musste. Grasser befand sich daraufhin mehrere Wochen im Krankenhaus. Der Ex-Finanzminister lebt seit langem mit seiner Ehefrau, der Unternehmerin und Swarovski-Millionenerbin Fiona Pacifico Griffini-Grasser, und der gemeinsamen Tochter in Kitzbühel. Grasser war Ende März im Buwog-Verfahren wegen Untreue und Geschenkannahme durch Beamte vom Obersten Gerichtshof (OGH) rechtskräftig zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Zur Hälfte des Strafausmaßes dürfte er bedingt entlassen werden.

(APA/Red)

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