Immer mehr Menschen schenken zu Weihnachten Dinge aus zweiter Hand: Second-Hand liegt im Trend – vor allem bei jungen Menschen. Wiens Altwarenhändler freuen sich über die wachsende Nachfrage.
Was früher als ungewöhnlich galt, ist heute angesagter denn je: Gebrauchtes liegt heuer unter vielen Weihnachtsbäumen. Egal ob Vintage-Schmuck, Designklassiker oder nostalgisches Spielzeug – Wiens Altwarenhandel profitiert vom Trend zum nachhaltigen und bewussten Konsum.
"Der Trend zum Second-Hand und Vintage-Konsum verfestigt sich – auch beim Schenken", erklärt Timea Oberwagner, Berufsgruppenbeauftragte der Altwarenhändler in der Wirtschaftskammer Wien. Menschen würden heute viel überlegter einkaufen. Besonders junge Konsument unter 35 sehen in Second-Hand kein Kompromissprodukt, sondern ein Statement für Umweltbewusstsein und Individualität.
Vintage-Mode, Schmuck, alte Spielsachen und nostalgische Haushaltswaren zählen heuer zu den Bestsellern. Besonders beliebt sind Fundstücke aus den 1950er- bis 1980er-Jahren: Porzellan, Keramik, Schallplatten und Lampen erleben ein Revival. "Viele suchen bewusst nach Einzelstücken, die Erinnerungen wecken und eine Geschichte erzählen", so Oberwagner.
Die rund 250 stationären Altwarenhändler Wiens und zahlreiche Flohmärkte – allen voran der Flohmarkt am Naschmarkt – verzeichnen in der stark steigende Besucherzahlen. "Wer sich inspirieren lassen will, sollte selbst durch die Geschäfte schlendern – oft entdeckt man Schätze, die online gar nicht auffindbar sind", rät Oberwagner.