Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kritisiert die EU-Pläne zur Neuzulassung von Plug-in-Hybriden ab 2035, da laut aktuellen Daten diese Fahrzeuge im Schnitt deutlich mehr CO₂ ausstoßen als von den Herstellern angegeben und nur geringfügig klimafreundlicher als herkömmliche Benzin- und Dieselautos sind.
Die Pläne der EU-Kommission, Plug-in-Hybride mit Verbrennungsmotor auch nach dem Jahr 2035 neu zuzulassen, stoßen beim VCÖ auf Unverständnis. Daten der Europäischen Umweltagentur würden zeigen, dass Hybrid-Pkw beim Fahren im Schnitt viermal so viel klimaschädliches CO₂ ausstoßen würden wie laut Herstellerangaben. Der reale CO₂-Ausstoß sei nur geringfügig niedriger als jener von Benzin- und Diesel-Autos, warnt der Verkehrsclub.
Es gebe zwei Hauptgründe, warum die Schere zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Ausstoß immer weiter auseinandergehe. "Zum einen wird beim standardisierten WLTP-Messverfahren der Anteil des elektrischen Fahrmodus deutlich höher eingeschätzt, als er tatsächlich ist. Und zweitens emittieren Plug-in-Hybride selbst im rein elektrischen Modus im Schnitt 68 Gramm CO₂ pro Kilometer, da ihre Elektromotoren nicht genügend Leistung haben und der Verbrennungsmotor insbesondere beim Beschleunigen, bei höheren Geschwindigkeiten oder bei Bergauffahrten häufig zugeschaltet wird", gibt der VCÖ zu bedenken.