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"Rot gefärbtes Netzwerk": FPÖ wettert gegen ORF und SPÖ-Auftrag an Foresight

23-07-2025, 16:31

Die FPÖ kritisiert die Vergabe eines Auftrags des SPÖ-geführten Kulturministeriums an das Institut Foresight sowie dessen Verbindungen zum ORF. Das Institut hingegen verweist auf eine "breit gefächerte" Auftraggeberschaft.

Die FPÖ nutzt die Vergabe eines Auftrags des von der SPÖ geführten Kulturministeriums an Foresight für Kritik an der Partei, dem Institut wie auch dem ORF. Die Nähe zwischen den dreien sei "unübersehbar", meinte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und befürchtete, dass mit einem "rot gefärbten Netzwerk" gegen die politische Konkurrenz gearbeitet werde. Foresight betonte in einem der APA vorliegenden Statement, dass die Ausrichtung der Auftraggeber "breit gefächert" sei.

"SPÖ-Freunde am Küniglberg": Hafenecker macht auch vor ORF nicht halt

"Ein Institut, das sich strategisch für eine Partei einsetzt, wird von ebenjener Partei mit Steuergeld beauftragt und erhält gleichzeitig Aufträge vom ORF, den SPÖ-Freunden am Küniglberg", wurde Hafenecker in einer Aussendung zitiert. Dass der ORF Foresight (früher: SORA) mit der wissenschaftlichen Begleitung für künftige Wahlen beauftragt hat, empört den FPÖ-Politiker. Die Ausschreibung sei konstruiert gewesen, nur Foresight habe den Zuschlag erhalten können, unterstellte Hafenecker und forderte den ORF einmal mehr auf, den Vertrag mit Foresight zu beenden.

Foresight dementiert Vorwürfe der FPÖ

Das Institut betonte, dass "entgegen anders lautender Unterstellungen die politische Ausrichtung der Auftraggeber und Ministerien in der Geschichte des Instituts breit gefächert" sei. Etwa die Hälfte der Studien im Auftrag des Bundes seien von ÖVP-geführten Ministerien beauftragt worden, etwa ein Drittel von SPÖ-geführten und ein Sechstel von Ministerien, die von anderen Parteien geführt wurden.

Von SORA zu Foresight

Die Wahltagsforschung des ORF war nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit dem SORA-Institut 2023 öffentlich ausgeschrieben worden. Anlass für das Ende der Kooperation mit SORA war ein unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit gelangtes Strategiepapier des Instituts, das als Unterlage für eine angestrebte Beratung der SPÖ dienen sollte. Das SORA-Institut hatte sich in der Folge neu aufgestellt und in Foresight umbenannt. Foresight habe alle Bewerbungskriterien des internationalen Ausschreibungsverfahrens erfüllt, hieß es vonseiten des ORF, nachdem dem Institut der Auftrag erteilt wurde.

(APA/Red)

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