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Neuer Betrugsvorwurf gegen Rene Benko

21-07-2025, 14:15

Signa-Gründer Rene Benko sieht sich einem neuen Betrugsvorwurf gegenüber. Er soll einen Investor um 5 Millionen Euro betrogen haben. Berichten zufolge handelt es sich dabei um Hans Peter Haselsteiner.

Die WKStA bestätigte am Montag ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Rene Benko. Es besteht der Verdacht, dass er einen Investor dazu gebracht hat, etwa 5 Millionen Euro an den Sanierungsbeauftragten der Signa Holding GmbH zu überweisen. Benko soll dem Investor vorgespiegelt haben, einen Dividendenbetrag aus einem anderen Signa-Investment zu übernehmen, falls dieser nicht ausbezahlt würde. Weitere Details können aus ermittlungstechnischen Gründen momentan nicht bekannt gegeben werden.

Persönliche Garantieerklärung kurz vor Signa-Pleite

Laut "krone.at" soll Benko die Privatstiftung der Familie Haselsteiner kurz vor der Signa-Pleitewelle, die gegen Ende 2023 einsetzte, um besagte 5 Mio. Euro gebracht haben. Im Herbst 2023 erbat Benko dem Bericht zufolge von dem Baumagnaten 5 Mio. Euro für die Signa-Tochter Sportscheck, um deren Insolvenz zu verhindern. Am 6. November 2023, also kurz vor der Insolvenz der Signa Holding, soll Benko dem Signa-Großaktionär noch eine persönliche, notariell beglaubigte Garantieerklärung übergeben haben, wonach die 5 Mio. Euro spätestens bis 30. Juni 2024 an die Haselsteiner-Stiftung zurückfließen würden. Dazu kam es nicht mehr - Sportscheck geriet trotz der millionenschweren Geldspritze in die Insolvenz, über Benko persönlich wurde im März 2024 Insolvenz eröffnet.

Haselsteiner hatte im Juni 2022 Signa-Development-Aktien im Volumen von 5 Mio. Euro erworben. Der Plan war den Angaben zufolge, dass der Kaufpreis nicht fließt, sondern mit den Dividenden aufgerechnet werden sollten, die der Haselsteiner-Stiftung zugestanden wären. Dann wurde Haselsteiner doch um die 5 Mio. Euro gebeten und sollte diese spätestens im Sommer 2024 als Dividende zurückbekommen. Auch an der Signa Holding, die als erste große Signa-Gesellschaft Ende November 2023 Insolvenz beantragte, war Haselsteiner maßgeblich beteiligt - er hatte seine Anteile 2021 von damals 10 aufgestockt. Derzeit hält er laut Firmenbuchdaten via "WirtschaftsCompass" 14 Prozent.

(APA/Red)

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