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Inflation ging im Mai auf 3,0 Prozent zurück

18-06-2025, 09:39

Die Inflationsrate hat sich im vergangenen Monat im Sinkflug befunden.

Die Inflationsrate ist im Mai leicht auf 3,0 Prozent gefallen, nach 3,1 Prozent im April. Die Statistik Austria bestätigte am Mittwoch damit ihre Schnellschätzung von Anfang Juni. Im Vergleich zum April sind die Verbraucherpreise in Österreich im Schnitt um 0,1 Prozent gefallen. Die wichtigsten Treiber für die Teuerung im Jahresvergleich seien die Preise für Wohnung, Wasser und Energie.

"Den kräftigsten Preisauftrieb im Jahresvergleich sehen wir erneut beim Strom, wobei der Effekt auf die Inflationsrate von den Preisrückgängen bei anderen Energieträgern wie Gas, Heizöl, festen Brennstoffen und Treibstoffen zu einem großen Teil kompensiert wurde", wird der fachstatistische Generaldirektor der Statistik Austria, Thomas Burg, in der Aussendung zitiert.

Plus bei Strom und Mieten

Strom ist gegenüber dem Mai 2024 um 36,2 Prozent teurer geworden. Der Preis für Heizöl sank um 13,1 Prozent. Bei Gas war es ein Rückgang um neun Prozent, bei festen Brennstoffen minus 7,8 Prozent. Treibstoffe wurden im Jahresvergleich um 9,1 Prozent billiger. Die Mieten (inkl. Neuvermietungen) stiegen im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent.

In der Gastronomie stiegen die Preise im Schnitt um 5,8 Prozent. Beherbergungsdienstleistungen wurden um 3,9 Prozent teurer - allerdings lässt hier die Dynamik, nach 5,7 Prozent im April, deutlich nach. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden um 3,5 Prozent teurer. Bei den Nahrungsmitteln alleine wurden die Preise um 2,4 Prozent erhöht. Alkoholfreie Getränke wurden um 8,8 Prozent teurer. Die Kaffeepreise legten mit 22,3 Prozent besonders kräftig zu.

©APA

Im Transportbereich wurden neben den Treibstoffen auch Flugtickets um 3,1 Prozent billiger. Während neue Pkw 0,2 Prozent mehr kosteten als im Mai des Vorjahres, wurden Gebrauchtwagen 4,3 Prozent teurer.

Der Preisrückgang um 0,1 Prozent gegenüber April 2025 geht unter anderem auf einen Rückgang der Treibstoffpreise (minus 2,2 Prozent) zurück. Preistreiber waren im Monatsvergleich hingegen die Bewirtungsdienstleistungen mit einem Preisaufschlag von durchschnittlich 0,4 Prozent.

Kein Unterschied zwischen VPI und HVPI

Keinen Unterschied gab es im Mai zwischen der Inflationsrate nach österreichischer Berechnung (VPI) und jener nach harmonisierter europäischer Berechnungsart (HVPI), die ebenfalls 3,0 Prozent betrug und der leichteren Vergleichbarkeit zwischen den europäischen Staaten dient.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der einen täglichen Einkauf mit Lebensmitteln, Tageszeitungen und Kaffee im Kaffeehaus widerspiegelt, stieg um 4,5 Prozent. Der einen wöchentlichen Einkauf wiedergebende Miniwarenkorb (inkl. Dienstleistungen und Treibstoffe) wurde im Jahresabstand 1,8 Prozent teurer.

(APA/Red)

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