logo



[email protected]

Attacke in Grazer Schule: Zehn Menschen tot

10-06-2025, 11:04

In Graz gibt es nach einer Attacke in einer Schule in der Dreierschützengasse mehrere Tote zu beklagen.

Bei einer Attacke in einer Grazer Schule in der Dreierschützengasse sind am Dienstagvormittag zehn Menschen gestorben. Unter den Toten befanden sich Schüler und zumindest eine erwachsene Person. Auch der mutmaßliche Täter ist darunter. Dies bestätigten sowohl die Polizei als auch Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) der APA. Mehrere weitere Personen sind verletzt.

Kriseninterventionsteam und Rotes Kreuz im Einsatz

Laut ersten Informationen der Polizei zufolge dürfte der Täter allein gehandelt haben. Gegen Mittag galt die Lage als "sicher" für die Bevölkerung. Die Einsatzfahrzeuge zogen langsam wieder ab.

Die Kinder und Jugendlichen wurden teils in die nahe Helmut-List-Halle gebracht und dort vom Kriseninterventionsteam sowie dem Roten Kreuz versorgt. Angehörige, die sich Sorgen um ihre Kinder machen, wurden in die nicht weit entfernte ASKÖ-Halle geschickt. Das sei nun die Anlaufstelle für Eltern.

©APA

Ermittlungen gestartet

Die Polizei habe indessen die Ermittlungen aufgenommen und muss auch erst die Motivlage des mutmaßlichen Täters prüfen, hieß es gegenüber der APA. Ein "Amoklauf" könne bisher nicht bestätigt werden. Die Polizei bat Eltern, ihre Kinder nicht eigenständig von der Schule abzuholen, sondern auf weitere behördliche Informationen zu warten.

Eine Upload-Plattform für Zeugen wurde unter eingerichtet. Auf dieser können verdächtige Beobachtungen, Fotos oder Videos von der Tat oder dem Umfeld hochgeladen werden. Hinweise oder sonstige Wahrnehmungen werden auch bei jeder Polizeidienststelle entgegengenommen. Von einem Hochladen auf Social Media-Kanälen soll auf Bitte der Polizei abgesehen werden, um Einsatzkräfte, laufende Ermittlungen und die Opfer nicht zu gefährden.

Evakuierung von Schule in Graz

Der Einsatz hatte gegen 10.00 Uhr begonnen. Die Schule wurde evakuiert. Die Bevölkerung war angehalten, den Bereich rund um die Bildungseinrichtung zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte vor Ort Folge zu leisten. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) war am Vormittag auf dem Weg zum Tatort - ebenso wie Bürgermeisterin Kahr.

Die Gegend rund um die Schule wurde abgeriegelt, der öffentliche Verkehr wurde umgeleitet. Sämtliche Straßen rund um die Schule wurden von schwer bewaffneten Polizeibeamten bewacht.

Grazer Stadtchefin: "Furchtbare Tragödie"

Für die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) ist die tödliche Attacke in einer Schule mit mehreren Toten eine "furchtbare Tragödie". Sie befand sich am späten Dienstagvormittag selbst am Tatort, wie sie der APA mitteilte. Viele Verletzte seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

"Alle Einsatzorganisationen agieren umsichtig", so Kahr. Ein Teil der Kinder und Lehrenden ist zwischenzeitlich in die Grazer Helmut-List-Halle gebracht worden. Familienzusammenführungen finden in der ASKÖ-Halle statt. Mitarbeiter der Kriseninterventionsteams sind im Einsatz.

Kahr ersuchte, dass in den kommenden Tagen zwar Unterricht stattfinden solle, "aber der Stoff nicht im Vordergrund" stehe. "Das muss jetzt zuerst bewältigt werden. Das beschäftigt uns alle. Es muss Zeit dafür gegeben werden, um das zu verarbeiten."

Live-Blog zu Geschehnissen in Graz

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]