logo



[email protected]

Langenlois will Mietvertrag nach Causa Schimanek auflösen

19-02-2025, 11:55

Die Stadt Langenlois plant, den Mietvertrag eines Forsthauses zu beenden, das laut Ermittlungsakten der rechtsextremen Gruppe "Sächsische Separatisten" als Versteck dienen sollte, berichtet der ORF. Das Haus war an die Familie von Rene Schimanek, Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz vermietet.

Das Forsthaus ist im Besitz der Stadtgemeinde Langenlois, die es seit den 197er-Jahren an die Familie Schimanek vermietet hat. Hauptmieter war der kürzlich verstorbene frühere FPÖ-Chef Niederösterreichs, Hans Jörg Schimanek senior.

Causa Schimanek: NS-Devotionalien und Munition in Forsthaus gefunden

Der Verfassungsschutz führte im vergangenen November eine Hausdurchsuchung im Forsthaus durch, um die deutschen Sicherheitsbehörden zu unterstützen. Dabei wurden unter anderem NS-Devotionalien und Munition entdeckt. Auch gegen Schimanek selbst wird im Zusammenhang mit dem Objekt ermittelt. Der Büroleiter des Nationalratspräsidenten ist Stadtrat in Langenlois und hatte zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung im Forsthaus seinen Hauptwohnsitz gemeldet. Laut Bürgermeister Harald Leopold (ÖVP) habe der FPÖ-Politiker diesen wenige Wochen später verlegt, berichtete der ORF.

Von Schimanek hieß es dazu, er habe mit der Causa nichts zu tun und wohne auch schon lange nicht mehr in dem Haus. Auch Rosenkranz verteidigte seinen langjährigen Mitarbeiter am Montag aufs Neue und schloss eine Suspendierung aus. Der Nationalratspräsident sprach im Ö1-"Morgenjournal" schlimmstenfalls von einem "Meldevergehen", strafrechtlich relevante Vorwürfe wollte er in der Causa nicht sehen. Zudem gelte die Unschuldsvermutung. Rosenkranz schloss auch aus, dass Schimanek sensible Daten etwa über Abgeordnete an Rechtsextreme weitergeleitet haben könnte.

(APA/Red)

Nachrichtenquelle


© 2017-2024 wienpress.at [email protected]