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Rot-weiß-rote Unterstützung für Zivilbevölkerung in Jemen und Afghanistan

27-10-2023, 13:21

Die von humanitären Krisen betroffene Zivilbevölkerung in Afghanistan und Jemen erhält rot-weiß-rote Unterstützung. Das Außenministerium stellt wegen aktueller Notlagen acht Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung. Darüber hat das Ressort von Außenminister Alexander Schallenberg am Freitag in einer Aussendung informiert.

Vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten und des Krieges in der Ukraine "dürfen andere humanitäre Krisenherde nicht aus den Augen verloren werden", so das Außenministerium.

Rekord bei Auslandskatastrophenfonds

Der Auslandskatastrophenfonds werde 2024 "wieder aufgestockt und mit 80 Millionen Euro so gut gefüllt sein wie nie zuvor", wurde Schallenberg in der Aussendung zitiert. "Damit sichern wir das österreichische Engagement konkreter, rascher Hilfe auch im nächsten Jahr, insbesondere in Regionen mit hohem Migrationspotenzial", so Schallenberg.

Das schwere Erdbeben in Afghanistan im Oktober habe nicht nur tausende Todesopfer und Verletzte gefordert, sondern "auch die ohnehin marode Infrastruktur im Land zerstört". Aufgrund der wirtschaftlichen Lage, "verschlimmert durch das repressive und rückwärtsgerichtete Regime der Taliban" seien derzeit etwa zwei Drittel der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen, so das Außenministerium. Die Lage im Jemen wiederum sei laut dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) "die größte humanitäre Krise weltweit" und werde durch aktuelle Nahrungsmittelengpässe weiter verschärft.

Aufteilung von acht Millionen Euro

Von den acht Millionen Euro gehen laut Außenministerium drei Millionen Euro an das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), fünf Millionen Euro werden dem IKRK für seine Arbeit in Afghanistan und Jemen zur Verfügung gestellt.

(APA/Red)

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