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Söder-Lob für Österreichs Migrationspolitik

12-09-2023, 14:28

Bayerns Ministerpräsident Söder wünscht sich mit Blick auf die österreichische Migrationspolitik "mehr Wien als Berlin", sagte er nach einer Kabinettssitzung am Dienstag, an der auch Bundeskanzler Nehammer teilnahm.

Österreich sei in der Migrationspolitik "fast zu einem Verbündeten" geworden, hob Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hervor.

Nehammer kündigt mehr Zusammenarbeit bei Migrationspolitik an

Beide Länder seien mit ihren Regierungschefs als Vertreter der bürgerlichen Mitte "Verwandte im Geiste". Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) betonte seinerseits laut einer Mitteilung des Bundeskanzleramts: "In Österreich sind die Antragszahlen im Vergleich zum Juli des Vorjahres um mehr als 50 Prozent gesunken, in Deutschland steigen sie. Auch deshalb sind wir uns einig, dass es neben der bilateralen Zusammenarbeit einen effektiven EU-Außengrenzschutz und verstärkte Kooperation mit Herkunfts- und Transitländern braucht", hieß es in der Mitteilung.

Bayern sei bei dem Treffen "sehr interessiert daran" gewesen, wie Österreich die Zahl der Asylanträge zum Sinken gebracht hat. "Österreich und Bayern sind hauptbetroffen vom Druck durch die Migrationsbewegungen. Angesichts der Lage ist es wesentlich unsere Zusammenarbeit im Kampf gegen die illegale Migration noch weiter zu stärken", betonte Nehammer demnach.

Auch Karner bei Treffen von Söder und Nehammer

Nehammer vermied es bei seinem Besuch in Bayern, die deutschen Grenzkontrollen an den Autobahn-Grenzübergängen zu Österreich zu kritisieren. Die Fahndungserfolge an der österreichisch-deutschen Grenze zeigten, dass der Schutz der EU-Außengrenzen "eben nicht funktioniert", so der Kanzler in München. An der Kabinettssitzung hatte auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) teilgenommen, der mit seinem bayerischen Amtskollegen Joachim Herrmann bilaterale Arbeitsgespräche führte.

(APA/Red)

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