Am Samstag hat Rapid Wien in der Fußball-Bundesliga mit einer Machtdemonstration gegen Altach den ersten Saisonsieg gefeiert.
Rapid Wien setzten sich zum Auftakt der 2. Runde am Samstag gegen den SCR Altach hochverdient mit 4:0 (2:0) durch, womit der Mannschaft von Trainer Zoran Barisic auch eine erfolgreiche Europacup-Generalprobe gelang. Am Donnerstag (21.00 Uhr) ist der ungarische Vertreter Debrecen zum Hinspiel der dritten Conference-League-Qualirunde in Wien zu Gast.
Barisic schickte die gleiche Startelf
ins Spiel wie beim Auftakt-1:1 beim LASK, als die Grün-Weißen nach einer
starken Vorstellung erst in der 95. Minute den Ausgleich kassiert
hatten. Neuzugang Lukas Grgic, der am Freitag von Hajduk Split gekommen
war, stand noch nicht im Kader. Altach-Trainer Joachim Standfest änderte
seine Mannschaft im Vergleich zum 0:2 gegen Serienmeister Salzburg auf
einer Position, Nosa Edokpolor durfte statt Leonardo Lukacevic starten.
Vor
15.400 Zuschauern entwickelte sich im Allianz Stadion bei leichtem
Nieselregen eine flotte Partie mit vielen Rapid-Chancen. Die Gastgeber
ließen den Ball teilweise hervorragend zirkulieren und erspielten sich
dadurch ausgezeichnete Möglichkeiten. Doch Marco Grüll (4.), Kühn (5.),
Burgstaller (8., 9.) und Auer (20.) scheiterten aus teils
aussichtsreicher Position am starken Altach-Schlussmann Dejan
Stojanovic. Auch der im offensiven Mittelfeld überragende Matthias Seidl
(14.) blieb der Torjubel zunächst verwehrt.
Die Gäste aus
Vorarlberg suchten ebenfalls spielerische Lösungen im Mittelfeld, die
Standfest-Elf schaffte es zunächst allerdings nur einmal gefährlich in
den Rapid-Strafraum. Bei einem Vorstoß von Jan Jurcec war bei dessen
Stanglpass aber kein Abnehmer zur Stelle (16.). Auf der Gegenseite
drehte Stojanovic einen Grüll-Schuss im Fallen noch akrobatisch neben
das Tor (26.), ehe kurz darauf Kühn zuschlug. Der 23-jährige Deutsche
wurde von Burgstaller in die Tiefe geschickt und bezwang Stojanovic mit
einem wuchtigen Schuss ins kurze Eck.
Fünf Minuten später traf Kühn, nachdem er Altach-Verteidiger Lukas Gugganig vernascht und bei einem Pressball mit Stojanovic etwas Glück hatte, dass der Ball ins Tor hüpfte. Rapid dominierte nach Belieben und hatte weitere gute Gelegenheiten. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild kaum. Die Barisic-Elf drückte, scheiterte aber durch Grüll (48., 58.), Kühn (53.) und Nenad Cvetkovic (55.) immer wieder an Stojanovic.
Nach einer Stunde präsentierte sich die Altach-Abwehr erneut völlig indisponiert, Auer beschenkte sich völlig freistehend aus kurzer Distanz nach Kühn-Hereingabe. Besonders große Freude bei den Rapid-Fans löste der Treffer von Torjäger Burgstaller aus, der nach Stanglpass von Thorsten Schick eiskalt ins linke Eck verwandelte und damit seit Oktober 2022 in jedem Heimspiel in Hütteldorf traf. Die Standfest-Elf konnte dem Rapid-Tempo überhaupt nicht mehr standhalten, einzig ein Schuss von Lukas Fadinger an die Innenstange sorgte für Torgefahr (71.). Ein Treffer in der Nachspielzeit wurde wegen Abseits aberkannt.