In Mittelgriechenland sind nach wochenlanger Trockenheit zahlreiche Brände ausgebrochen, die nach Angaben der Regionalverwaltung außer Kontrolle geraten sind.
Die Flammen haben sogar die Vororte der großen griechischen Hafenstadt Volos erreicht, wie der staatliche Rundfunk (ERT) am Donnerstag berichtete. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen. Starke Winde fachen die Flammen an, hieß es. Die große Hitzewelle in Griechenland neigt sich indes ihrem Ende zu.
EUROPE-WEATHER/GREECE-WILDFIRE
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Brände in Mittelgriechenland: Rund 20 Ortschaften evakuiert
Der
griechische Zivilschutz evakuierte rund 20 Ortschaften östlich von
Volos. Löschflugzeuge und -hubschrauber versuchten, die Brände zu
löschen. Am Kampf gegen die Flammen nehmen auch Hunderte Einwohner teil,
wie Reporter vor Ort berichteten.
In einer ländlichen Gegend sei
die Leiche eines 45-jährigen Schäfers gefunden worden, teilte die
Feuerwehr am Mittwoch mit. Zuvor hatten die Behörden die Leiche einer
Frau geborgen, wie der staatliche Fernsehsender ERT berichtete. Beide
Todesfälle wurden auf die Brände zurückgeführt.
Ein Feuerwehrmann
erlitt nach Angaben der Regionalgouverneurs von Mittelgriechenland
Verbrennungen. Sein Leben sei aber nicht in Gefahr, hieß es. Auch
zahlreiche Nutztiere verendeten. Nahe Larisa wurde ein Mann in Gewahrsam
genommen, der Feuer gelegt haben soll, berichtete der staatliche
Rundfunk.
Zahlreiche Brandherde auf Rhodos
Auf der Ferieninsel Rhodos gab es am Donnerstag in der
Früh im Südosten weiterhin zahlreiche kleinere Brandherde. Auch dort
kämpfte die griechische Feuerwehr zusammen mit Freiwilligen und
Feuerwehrleuten aus Rumänien und der Slowakei gegen die Flammen, wie der
staatliche Rundfunk weiter berichtete. Touristen sind den Informationen
zufolge nicht in Gefahr.
Meteorologen warnten immer wieder:
Starke Winde zusammen mit der Trockenheit seien ein "explosiver
Cocktail". Starke Nordwinde, die in der Nacht auf Donnerstag im Südosten
Europas eintraten, haben die fast zweiwöchige Extremhitze in
Griechenland mit Temperaturen von bis zu 45 Grad beendet. Landesweit
werden die Thermometer nun Werte um die 35 Grad anzeigen, wie das
Wetteramt am Donnerstag mitteilte.
Im ganzen Land hat es seit Wochen nicht mehr geregnet. Zudem herrschen seit rund zehn Tagen fast überall Temperaturen über 40 Grad und alles ist vertrocknet. Am Donnerstag soll zwar die Hitzewelle zu Ende gehen. Dies wird aber die Folge starker Winde sein, die bereits am Mittwochnachmittag einsetzen und die Flammen des kleinsten Brandes anfachen und zu einer Katastrophe führen können.