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Getreideabkommen: Russland bremst weiter

4-07-2023, 15:33

Bei dem in rund zehn Tagen auslaufende Abkommen zum Export von Getreide aus der Ukraine steht Russland weiter auf der Bremse.

"Angesichts der derzeitigen Umständen ist klar, dass es keinen Grund gibt zu verlängern", hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des russischen Außenministeriums in Moskau. Sie erfolgte vor dem Hintergrund von Überlegungen der EU-Staaten, Russland mit Zugeständnissen zu einer Verlängerung zu bewegen.

EU könnte Sanktionen für Verlängerung von Getreideabkommen lockern

Das unter Vermittlung der UNO und der Türkei ausgehandelte Abkommen läuft am 17. Juli aus. Die russische Führung bemängelt seit Monaten, dass es für die Ausfuhr russischer Agrarprodukte Hindernisse gibt. Diplomatenangaben zufolge denkt die EU nun darüber nach, der russischen Landwirtschaftsbank (Russian Agricultural Bank) anzubieten, eine Umgehung von EU-Sanktionen zu tolerieren. Diese könnte demnach eine Tochtergesellschaft gründen, um für die Abwicklung bestimmter Zahlungen wieder das internationale Finanzkommunikationsnetzwerk Swift nutzen zu können.

Getreideabkommen zuletzt Mitte Mai verlängert

Russland hatte nach dem Überfall auf die Ukraine im Februar vergangenen Jahres die Getreideexporte des Nachbarlandes monatelang blockiert. Im Sommer 2022 wurde dann unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei ein Abkommen zwischen den beiden Kriegsparteien geschlossen, infolgedessen wieder ukrainisches Getreide verschifft wurde. Zuletzt wurde es Mitte Mai für weitere zwei Monate verlängert - verbunden mit der Forderung Moskaus, die eigenen Exporte nun auch zu erleichtern.

(APA/Red)

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