In Kürze soll die neue App "Threads" des Social Media-Konzerns Meta von Mark Zuckerberg zum Download verfügbar sein, die ähnlich wie Twitter gestaltet ist.
Eine ähnlich wie Twitter gestaltete App des Facebook- und Instagram-US-Mutterkonzerns Meta steht in den Startlöchern. Die "Threads" genannte App wird seit Montag in den App-Stores für iPhones und Android-Smartphones aufgeführt und soll in den kommenden Tagen heruntergeladen werden können.
"Threads ist der Ort, um zusammenkommen und über alles zu diskutieren, von Themen, die Sie interessieren, bis hin zu den Trends von morgen", heißt es in der Beschreibung.
Meta hatte Mitte März angekündigt, an einem neuen sozialen Netzwerk zu arbeiten, dessen Beschreibung an einen potenziellen Konkurrenten von Twitter erinnert. "Wir erwägen ein dezentralisiertes, unabhängiges soziales Netzwerk, das den Austausch von schriftlichen Nachrichten in Echtzeit ermöglicht", erklärte der Konzern damals.
Nach Informationen der spezialisierten Website "Platformer" soll die Anwendung so konzipiert sein, dass sie mit anderen Netzwerken desselben Typs interoperabel ist. Dies wäre ein Bruch mit der bisherigen Strategie der großen Onlinekonzerne, die stets auf geschlossene Umgebungen mit eigenen Nutzungsregeln setzten.
Die Wahl der Interoperabilität grenzt "Threads" auch von Twitter ab. Dessen Chef Elon Musk hatte im Dezember klar gemacht, dass er von Schnittstellen mit anderen Plattformen nicht viel hält: Kurzzeitig ließ er sogar Konten sperren, die Links zu anderen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Mastodon geteilt hatten.
Musk hatte unterdessen in den vergangenen Tagen
mit der Entscheidung, die Zahl der täglich lesbaren Tweets für nicht
zahlende Twitter-Nutzer zu limitieren, für Aufsehen gesorgt. Der
Milliardär begründete den Schritt damit, Tools zum automatisierten
Durchforsten von Tweets beschränken zu wollen. Betroffen von dem Schritt
sind unter anderem Nutzer von Tweetdeck: Die von Twitter selbst
entwickelte Oberfläche zum übersichtlichen Organisieren von Tweets
funktioniert seitdem nicht mehr.