Am Montag hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj überraschend Frontgebiete in der östlichen teilweise von Russland besetzten Region Donezk besucht.
Nach Angaben seines Büros traf er dort unter anderem Militäreinheiten, die an den schweren Kämpfen um die Stadt Bachmut beteiligt waren, sowie Soldaten und Offiziere der Einheit "Chortizija", die an der östlichen ukrainischen Front gegen russische Truppen in der Donbass-Region vorgeht.
Während des formelleren Teils seines
Besuchs überreichte Selenskyj Medaillen an die Soldaten. Zudem wurde er
vom Befehlshaber der ukrainischen Bodentruppen, Oleksandr Syrskyj, über
die aktuelle Lage informiert. "Ich möchte Ihnen danken, Sie alle
auszeichnen und Ihnen, Ihren Familien und Verwandten mit großer
Dankbarkeit die Hand schütteln", sagte der ukrainische Präsident an die
Soldaten gewandt. "Die Ukraine ist stolz auf jeden von euch", sagte er.
Auf
Fotos in seinem Telegram-Kanal war Selenskyj jedoch auch in
entspannterer Atmosphäre zu sehen, wie er an einer Tankstelle Kaffee
trinkt und Selfies mit Soldaten und Personal macht. Im Gegensatz zum
russischen Präsidenten Wladimir Putin, der nur selten öffentlich in
Erscheinung tritt, besucht Selenskyj regelmäßig die ukrainischen
Soldaten an der Front.
Anfang Juni startete die Ukraine
eine Gegenoffensive zur Rückeroberung der von Moskau besetzten Gebiete
im Osten und Süden des Landes. Dabei hat Kiew nach eigenen Angaben
bisher etwa zehn Ortschaften zurückerobert, viele von ihnen in der
Region Donezk.