Deutschlands Fußball-Rekordteamspieler Lothar Matthäus sieht in Lionel Messi einen würdigen Nachfolger für sich und einen "Spieler des Jahrtausends".
Bei einem Einsatz im am (heutigen) Sonntag (16.00 Uhr MEZ, live ORF 1) in Katar gegen Frankreich überholt Messi mit seinem 26. WM-Match Matthäus als WM-Rekordspieler. Matthäus gönne Messi den Titel "von ganzem Herzen", wie er "Bild am Sonntag" sagte.
Im gleichen Medium äußerte sich
mit Mario Kempes auch ein berühmter Landsmann Messis zu dessen Status.
Aus Sicht des Weltmeisters 1978 rückt Messi im Fall des WM-Titelgewinns
für die argentinischen Fans endgültig auf eine ähnliche Stufe wie
Argentiniens Legende Diego Maradona. "Vergleiche sind schwer. Wir
Argentinier haben damals Diego Maradona genossen, jetzt genießen wir
Messi. Dennoch gibt es zwei Lager", wird der 68-Jährige zitiert. "Aber
klar ist: Wird Messi jetzt Weltmeister, wird er für die Argentinier wie
Maradona unsterblich sein."
Kempes glänzte bei Argentiniens
WM-Titelgewinn 1978 im eigenen Land mit sechs Treffern als
Torschützenkönig. Acht Jahre später führte der inzwischen verstorbene
Maradona die Albiceleste im Finale von Mexiko gegen Deutschland ebenso
zum großen Triumph. Nun könnte Messi diesem Beispiel folgen. Die heutige
Generation sieht Kempes wegen einer "unglaublichen Gier" als Favoriten
gegen Frankreich. "Das hatte die 86er-Mannschaft bei unserem letzten
Titelgewinn ebenfalls", sagte Kempes. "Darum bin ich mir sicher, dass
wir jetzt zum dritten Mal Weltmeister werden."
Argentiniens
früherer Weltmeister-Coach César Luis Menotti sieht das aktuelle
Trainerteam Argentiniens als entscheidend für den bisherigen WM-Erfolg
seiner Landsleute in Katar an. "Das Geheimnis dieser Mannschaft ist,
dass sie Fußball spielt", sagte der 84-Jährige der Zeitung "Clarín".
"Sehen Sie sich die Spieler an... Man kann sehen, dass es eine
Freundschaft und ein Engagement für die Mannschaft, für die
Nationalmannschaft gibt. Deshalb genieße ich die Weltmeisterschaft." Der
entscheidende Grund dafür aus Sicht von Menotti: Der aktuelle Trainer
Lionel Scaloni.
Er sehe eine "Idee, die vom Trainerstab ausgeht und die sich auf die Spieler überträgt", meinte er. "Man kann sehen, dass sie sich damit wohlfühlen, dass sie eine großartige Gruppe gebildet und die Ziele bisher erreicht haben". Menotti hatte die Argentinier 1978 im eigenen Land zum WM-Titel geführt.