In den kommenden Wochen werden die Vienna Capitals keine Heimspiele in der Steffl-Arena in Wien-Kagran austragen können.
Grund dafür ist eine defekte Sonde, die die Eisaufbereitung in der Heimstätte des ICE-Eishockeyliga-Clubs in Wien lahm legt. "Ich hoffe, dass wir in vier Wochen wieder ein Heimspiel in unserer Arena austragen können", sagte Franz Kalla, Geschäftsführer der Vienna Capitals und der Betreiberfirma der Hallen am Montag bei einem Medientermin in Wien.
Eishockey: Keine Heimspiele für die Vienna Capitals in Wien
Neben der Haupthalle eins sind auch die Hallen zwei und drei von dem Schaden betroffen. Ausgangspunkt der Problematik war das Aufplatzen einer Schweißnaht, das zu einem Austritt von Ammoniak führte. Infolgedessen musste eine Notabschaltung des Kühlungssystems vorgenommen werden, im Zuge dieser eine Sonde kaputt ging. Die Sonde, die einen wichtigen Bestandteil der Eisaufbereitung darstellt, ist allerdings in der ursprünglichen Form beim Hersteller nicht mehr erhältlich.
Betreiber haben derzeit zwei Notlösungen
Für
den Betreiber der Hallen bieten sich daher kurzfristig zwei
"Notlösungen" an. "Aktuell ist der Stand der Dinge, dass wir versuchen,
die Sonde zu reparieren oder diese von einer externen Firma nachbauen zu
lassen", sagte Kalla. Die wahrscheinlichere Lösung stelle aktuell die
des Nachbaus dar. Diese würde inklusive Lieferung und Einbau mindestens
vier Wochen in Anspruch nehmen.
Zu lange Betriebsleistung der Maschinen
Die Gründe für das Horror-Szenario
aus Sicht der Capitals liegen nach eigenen Angaben an der bereits zu
langen Betriebsleistung der Maschinen für die Kühlanlage. Diese laufen
seit 29 Jahren und haben zum Teil bereits 100.000 Betriebsstunden
abgespult. Auf Dauer sei das Problem nur durch eine Komplettsanierung
bzw. Neubeschaffung der Kühlanlage zu lösen, denn durch das hohe Alter
der Anlage können Mängel wie jene aktuell in Zukunft immer wieder
auftreten, betonte Kalla.
Geld fehle für eine Sanierung oder Neubeschaffung in Wien
Für eine Sanierung oder eine Neubeschaffung in Wien fehlte bisher das nötige Geld. Der Betreiber beklagte hier die fehlende finanzielle Unterstützung der Stadt Wien, die Eigentümer der Steffl-Arena ist. "Wir haben die Stadt Wien in den letzten Jahren mehrmals darauf hingewiesen, dass die Anlage am Ende ihrer Betriebsdauer angelangt ist", teilte Kalla mit.
Verantwortliche der Vienna Capitals versuchen Heimrecht zu tauschen
Um
weiterhin am Spielbetrieb der ICE-Eishockeyliga teilnehmen zu können,
versuchen die Verantwortlichen der Vienna Capitals das Heimrecht mit den
kommenden Gegnern zu tauschen. Bereits am vergangenen Sonntag wurde das
Duell mit den Black Wings Linz, das ursprünglich in der Steffl-Arena
über die Bühne gehen sollte, in der oberösterreichischen
Landeshauptstadt ausgetragen. Auch für die kommenden drei Heimspiele ist
dieses Vorgehen Plan A.
"Wir überlegen aber alle verschiedenen Varianten durch", sagte Kalla, der auch den vorübergehenden Aufbau einer mobilen Anlage nicht ausschloss. Das Training der Profimannschaft der Caps findet aktuell in Bruck an der Leitha statt. Die Voraussetzungen im Bezug auf den Transport der Utensilien sowie die Bedingungen vor Ort sind naturgemäß für einen Profibetrieb nicht optimal.