Nach der heutigen Krisenstab-Sitzung zur Versorgungslage mit Agrarprodukten gab Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig an, dass die Essensversorgung in Österreich gesichert ist.
"Die aktuelle Bewertung der erfahrenen und eingespielten Expertinnen und Experten der Krisenstab-Arbeitsgruppe bestätigt, dass die Lebensmittelversorgung - die Ernährungssicherheit - in Österreich weiterhin gesichert ist. (...) Auch die Versorgungslage bei Agrarrohstoffen und etwa Futtermitteln ist stabil", gab Norbert Totschnig Entwarnung.
Bemerkbar sei allerdings, dass Konsumenten verstärkt zu günstigeren Produkten greifen. "Dies könnte temporär zu einer geringeren Nachfrage bei Qualitätsprodukten führen und sich auf Erzeugerpreise auswirken", so der neue Agrarminister zur APA.
Zu der umstrittenen Bewirtschaftung von Brachflächen, die eigentlich für den Umweltschutz bestimmt sind, meinte Totschnig: "Rund 11.000 ha Brachflächen wurden bereits in Anspruch genommen. Das ist
ein wichtiger Beitrag, um die Eigenversorgungslage zu stärken." Wobei
mehr als die Hälfte des heimischen Weizens nicht auf dem Teller, sondern
im Futtertrog und in den Tanks von Autos und Lkw landet - und teilweise
auch an Tankstellen in Deutschland exportiert wird.
In dem Krisenstab des Landwirtschaftministeriums sitzen ca. 50 Fachleute aus der Branche. Diese treffen sich einmal wöchentlich.