
Es war von Anfang an klar, dass alles andere als ein dominanter Sieg von Floyd Mayweather im "Big Money Fight" gegen MMA-Star Conor McGregor eine Sensation wäre. Und vom ersten Gong an ließ der in bis dahin 49 Profikämpfen unbesiegte Mayweather wenig Hoffnung aufkommen, dass eine Sensation im Rahmen des Möglichen wäre.
McGregor machte bei seinem Profi-Debüt im Boxring keine schlechte Figur. Die erste Runde ging klar an den Iren, der einem zögerlichen Mayweather den einen oder anderen guten Treffer beibrachte. Danach legte der 40-Jährige nach zwei Jahren Kampfpause seinen Ringrost aber rasch ab und übernahm zusehends die Kontrolle gegenüber dem 29-Jährigen.
Spätestens ab der sechsten Runde forderte der lange Kampf von McGregor seinen Tribut. Mayweather wirkte fitter, ausgeruhter, McGregor hingegen kämpfte mit der Ausdauer. In Runde neun hing der zweifache UFC-Champion McGregor angeschlagen in den Seilen, die Ringglocke rettete ihn aber noch einmal. Zu diesem Zeitpunkt war aber bereits absehbar, dass McGregor den Kampf bestenfalls noch durch einen Knockout gewinnen konnte.
Dass McGregor zu diesem Zeitpunkt noch stand, war allein der Tatsache geschuldet, dass Mayweather die Sache sichtlich entspannt anging. In Runde zehn setzte Mayweather dann den Schlusspunkt: Eine heftige Schlagkombination brachte McGregor ins Taumeln, Verteidigung war keine mehr zu erkennen. Mayweather setzte nach und zwang den Ringrichter zum Einschreiten.
Mayweather stellte mit seinem 50. Sieg im 50. Profikampf den Rekord von Rocky Marciano ein. McGregor hingegen schien nach dem Kampf nicht unzufrieden mit seinem Debüt, bei dem er vor allem zu Beginn eine gute Figur gemacht hatte, mit Fortdauer des Kampfes aber vor allem der mangelnden Erfahrung Tribut hatte zollen müssen.
