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Von 27,8 Grad bis minus acht: So extrem war der Oktober

Heute, 10:10

Von 27,8 Grad bis minus acht: So extrem war der Oktober
2.11.2026 09:30 (Akt. 2.11.2026 09:30)
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FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH
Der Oktober 2026 war in Österreich um 1,3 Grad zu warm und deutlich zu trocken. Besonders auffällig ist die Bilanz aus Wien: In Unterlaa fielen nur neun Liter Regen pro Quadratmeter.
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Der Oktober 2026 hat sich in Österreich deutlich wärmer, trockener und sonniger als gewöhnlich präsentiert. Laut der Monatsbilanz des Wetterdienstes UBIMET lagen die Temperaturen österreichweit um 1,3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Besonders auffällig war die Trockenheit im Osten des Landes: In Wien-Unterlaa wurden im gesamten Oktober lediglich neun Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Auch Wiener Neustadt und Retz verzeichneten mit jeweils neun Litern außergewöhnlich geringe Regenmengen.

Damit setzte sich eine Entwicklung fort, die bereits weite Teile des Jahres geprägt hatte. Laut UBIMET war der Oktober der neunte überdurchschnittlich warme Monat des Jahres 2026. Mit Ausnahme des Februars fiel zudem jeder Monat österreichweit mehr oder weniger zu trocken aus.

Oktober 2026: Österreichweit deutlich zu warm

Die größten Temperaturabweichungen wurden laut UBIMET in den Nordalpen und im Donauraum gemessen. Dort lagen die Werte teilweise um zwei bis 2,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Selbst in Kärnten und der Steiermark, den vergleichsweise kühlsten Bundesländern, war der Oktober noch um 0,5 bis ein Grad wärmer als üblich.

Der Monat begann vielerorts sogar spätsommerlich. Am 1. Oktober wurden in Wieselburg in Niederösterreich 27,8 Grad gemessen – der höchste Wert des Monats. Knapp dahinter lagen Haag mit 27,7 Grad und Waidhofen an der Ybbs mit 27,6 Grad. In Linz wurde mit 26,6 Grad sogar ein neuer Oktoberrekord aufgestellt. Seit mehr als 90 Jahren war es dort in diesem Monat nicht mehr so warm gewesen.

Auch die Zahl der Sommertage fiel bemerkenswert aus. Bad Vöslau kam im gesamten Jahr 2026 auf 121 Tage mit mindestens 25 Grad – laut UBIMET mehr als jeder andere österreichische Messort.

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Wien und Niederösterreich besonders trocken

Neben der Wärme prägte vor allem der fehlende Regen den Oktober. Österreichweit gab es laut UBIMET rund 36 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Besonders groß war das Defizit im Osten und Südosten. Vom Weinviertel über den Alpenostrand bis zum Grazer Becken und ins Murtal fehlten regional 60 bis 80 Prozent der üblichen Regenmenge.

In Wien-Unterlaa, Wiener Neustadt und Retz wurden jeweils nur neun Liter pro Quadratmeter gemessen. Deutlich anders sah die Bilanz im Westen aus: In Teilen Vorarlbergs waren die Niederschlagsmengen annähernd ausgeglichen. Bregenz verzeichnete sogar ein Plus von knapp 20 Prozent.

Die höchsten Niederschlagsmengen unter den bewohnten Orten wurden ebenfalls in Vorarlberg gemessen. Schröcken kam auf 177 Liter pro Quadratmeter, Alberschwende auf 175 Liter und Schönenbach auf 165 Liter.

Nach spätsommerlichem Start kamen Frost und Schnee

Ab der Monatsmitte normalisierten sich die Temperaturen zunehmend. In mehreren Landeshauptstädten gab es den ersten Nachtfrost, darunter Innsbruck, Graz und Teile Wiens. Besonders kalt wurde es am 23. Oktober in Liebenau-Gugu in Oberösterreich mit minus acht Grad. Auch Schwarzau im Freiwald in Niederösterreich verzeichnete mit minus 7,3 Grad einen markanten Tiefstwert.

Gegen Monatsende fiel in höheren Lagen der erste Schnee des Herbstes. Teilweise reichte die Schneefallgrenze bis auf 800 bis 1000 Meter hinunter.

Deutlich mehr Sonne im Osten Österreichs

Während der Regen vielerorts ausblieb, zeigte sich die Sonne häufiger als üblich. Österreichweit wurden im Oktober rund 15 Prozent mehr Sonnenstunden gemessen. Besonders sonnig war es im Wald- und Weinviertel, im Großraum Wien sowie im Nordburgenland. Dort lag die Zahl der Sonnenstunden teilweise um 40 bis 50 Prozent über dem Durchschnitt.

Wiener Neustadt erlebte laut UBIMET sogar den drittsonnigsten Oktober seit Beginn der Messungen. Die meisten Sonnenstunden wurden in Andau im Burgenland mit 205 Stunden registriert, gefolgt von Podersdorf mit 197 und Bruckneudorf mit 196 Stunden.

In Teilen Vorarlbergs, im Außerfern und rund um das Salzkammergut zeigte sich dagegen ein anderes Bild: Dort gab es regional zehn bis 20 Prozent weniger Sonnenschein als üblich.

Markante Herbststürme blieben im Oktober weitgehend aus. Die stärkste Windböe abseits exponierter Bergstationen wurde mit 94 km/h in Bad Vöslau gemessen.

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(Red)

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