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Das österreichische Bundesheer führt im November sein zweites Überschalltraining des Jahres durch. An den Trainingstagen sind zwischen 8 und 19 Uhr bis zu drei Überschallflüge geplant. Die Übungen finden über weiten Teilen Österreichs statt. Ausgenommen sind die Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Ballungsräume, darunter auch Wien.
Das Training gehört zur regelmäßigen Ausbildung der Eurofighter-Piloten und ist laut Bundesheer für die österreichische Luftraumüberwachung notwendig. Die Piloten müssen dabei körperlichen Belastungen standhalten, die sich in einem Flugsimulator nicht vollständig nachstellen lassen.
Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen den Piloten, den Radarleitoffizieren sowie der militärischen und zivilen Flugsicherung geübt. Besonders wichtig ist dabei, dass alle Beteiligten auch unter Zeitdruck schnell und präzise zusammenarbeiten.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung der Übungen: „Dieses Training ist für unsere Luftstreitkräfte unverzichtbar. Rund 50-mal pro Jahr werden die Eurofighter alarmiert, dann muss jeder Handgriff sitzen und die Koordination in der Luft friktionslos funktionieren.“
Die Schallmauer wird bei einer Geschwindigkeit von etwa 1200 km/h erreicht. Nähert sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit, entstehen Stoßwellen am Flugzeug. Diese können am Boden als lauter Überschallknall wahrgenommen werden.
Wie stark der Knall zu hören ist, hängt unter anderem von der Flughöhe, dem Gelände und den Wetterbedingungen ab.
Um die Lärmbelastung möglichst gering zu halten, finden die Überschallflüge in Höhen von mehr als 12.500 Metern statt. Außerdem werden die Beschleunigungsphasen der Kampfjets so kurz wie möglich gehalten.
Die Übungen finden über nahezu dem gesamten Bundesgebiet statt. Wien und die Ballungsräume rund um die Landeshauptstädte werden jedoch ausgespart. Auch über Tirol und Vorarlberg sind keine Überschallflüge vorgesehen.
Flüge mit Geschwindigkeiten unterhalb der Schallgrenze sind über den ausgenommenen Ballungsräumen weiterhin möglich. Die genauen Trainingsgebiete werden gemeinsam mit der zivilen Flugsicherung festgelegt.
Das Bundesheer hat für das Training klare zeitliche Vorgaben festgelegt. Zwischen 3. und 13. November sind an den Trainingstagen bis zu drei Überschallflüge vorgesehen.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:
Zusätzlich dokumentiert das Bundesheer laufend die Schallverteilung. Damit soll verhindert werden, dass dieselben Gebiete mehrfach durch Überschallknalle belastet werden.
Die Flugsicherheit hat laut Bundesheer bei sämtlichen Trainingsflügen höchste Priorität.
(VIENNA.AT)
