
Beim Einkaufen bei Hofer gibt es eine Neuerung: Der Diskonter führt in Österreich erstmals Selbstbedienungskassen ein. In Wien, Linz und Innsbruck sind die ersten bereits in Betrieb. Bis Ende 2027 sollen insgesamt 170 der rund 540 Hofer-Filialen österreichweit mit den zusätzlichen Kassen ausgestattet werden. Für Kunden bringt das nicht nur eine neue Möglichkeit zum Bezahlen, sondern auch eine Besonderheit beim Verlassen des Geschäfts.
Wer seinen Einkauf an einer Selbstbedienungskasse bezahlt, muss anschließend den Kassenbon scannen, um die Filiale verlassen zu können.
Die neuen SB-Kassen richten sich laut Hofer vor allem an Kundinnen und Kunden, die nur wenige Artikel einkaufen und ihren Einkauf möglichst rasch erledigen möchten. Statt sich an einer klassischen Kassa anzustellen, können sie ihre Waren selbst scannen und bezahlen.
Nach dem Bezahlvorgang wird der Kassenbon benötigt, um den Ausgangsbereich zu passieren. Hofer erklärte gegenüber Medien: „Unsere HOFER-Kund:innen können an den neuen SB-Kassen ihre Einkäufe selbstständig und unkompliziert bezahlen und nach dem Scannen des Bons die Filiale einfach verlassen.“
Das bedeutet: Wer eine Selbstbedienungskasse verwendet, sollte den Bon unbedingt aufbewahren, bis der Ausgang passiert wurde. Für Kundinnen und Kunden, die an einer herkömmlichen Kassa mit Personal bezahlen, gilt diese zusätzliche Regel nicht.
Die Einführung der neuen Kassensysteme hat bereits begonnen. Auf Nachfrage vom Medium 5 min.at bestätigte Hofer, dass die ersten Selbstbedienungskassen in Wien, Linz und Innsbruck in Betrieb genommen wurden. Besonders in Ballungsräumen sollen die neuen Systeme verstärkt eingesetzt werden.
Bis Ende 2027 plant der Diskonter, 170 seiner rund 540 österreichischen Filialen mit Selbstbedienungskassen auszustatten. Damit würde künftig ungefähr jede dritte Hofer-Filiale über diese zusätzliche Bezahlmöglichkeit verfügen.
Die neuen Kassen sollen das bestehende Angebot ergänzen und nicht ersetzen. Hofer betont ausdrücklich, dass die klassischen, mit Personal besetzten Kassen weiterhin bestehen bleiben. Kunden können somit selbst entscheiden, welche Variante sie bevorzugen. Bei Problemen mit dem neuen System sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen.
Die Selbstbedienungskassen sind ein weiterer Schritt bei der Modernisierung der Kassensysteme des Diskonters. Bereits 2025 hatte Hofer eine Neuerung eingeführt, bei der mithilfe eines zweiten Kartenterminals zwei Kunden gleichzeitig abgefertigt werden können.
Mit den zusätzlichen SB-Kassen will das Unternehmen nun vor allem kleinere Einkäufe beschleunigen. Das Scannen des Kassenbons am Ausgang ist ein Verfahren, das auch bei anderen Handelsketten zum Einsatz kommt.
Für Wiener Kundinnen und Kunden ist die Umstellung bereits angelaufen. Welche Filialen als Nächstes ausgestattet werden, hat Hofer bisher nicht konkret bekannt gegeben.
(Red)
