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Nach 100 Jahren: Pferdefleischerei Gumprecht insolvent

Gestern, 16:40

Nach 100 Jahren: Pferdefleischerei Gumprecht insolvent
27.10.2026 17:17 (Akt. 27.10.2026 17:19)
APA/GEORG HOCHMUTH
Die Pferdefleischerei Gumprecht steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Über das traditionsreiche Unternehmen wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Was das für die sechs Wiener Verkaufsstellen bedeutet, ist noch offen.
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Ein traditionsreicher Anbieter von Pferdeleberkäse steht vor einer ungewissen Zukunft: Über die Leopold Gumprecht GmbH & Co KG wurde am 29. September 2026 am Landesgericht Steyr ein Konkursverfahren eröffnet. Das Unternehmen produziert seit Jahrzehnten Pferdefleisch- und Wurstspezialitäten und betreibt laut seiner Website sechs Verkaufsstellen in Wien. Ob diese von der Insolvenz betroffen sein werden, ist derzeit nicht bekannt. Das Konkursverfahren wurde auf Antrag eines Gläubigers eingeleitet.

Pferdefleischerei Gumprecht seit 1926 bekannt

Die Geschichte des Unternehmens reicht nach eigenen Angaben bis ins Jahr 1926 zurück. Damit besteht die Marke Gumprecht seit rund 100 Jahren. Der Firmensitz und die Produktion befinden sich in Enns in Oberösterreich. Besonders bekannt ist Gumprecht jedoch auch in Wien, wo das Unternehmen an mehreren Standorten seine Spezialitäten verkauft.

Zum Sortiment gehören Pferdeleberkäse, verschiedene Fleisch- und Wurstwaren sowie Schinken. Mit seiner langen Geschichte zählt Gumprecht zu den verbliebenen Anbietern eines Handwerks, das früher deutlich weiter verbreitet war.

Sechs Wiener Verkaufsstellen betroffen?

Für Kundinnen und Kunden stellt sich vor allem die Frage, wie es mit den Wiener Standorten weitergeht. Auf der Unternehmenswebsite werden sechs Verkaufsstellen in der Bundeshauptstadt angeführt:

Floridsdorfer Markt Friedensbrücke Viktor-Adler-Markt Mariahilfer Gürtel Meidlinger Markt Wilhelminenstraße

Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über einen Produktionsstandort in Enns sowie einen Logistikstandort mit Abholmarkt in Zwölfaxing.

Eine Schließung der Wiener Verkaufsstellen wurde bislang nicht bestätigt. Auch darüber, ob und in welcher Form der Geschäftsbetrieb fortgesetzt werden kann, liegen derzeit keine gesicherten Angaben vor.

Ursachen der Insolvenz noch nicht bekannt

Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands kann die Leopold Gumprecht GmbH & Co KG ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Wie es zu den finanziellen Schwierigkeiten gekommen ist, muss im weiteren Insolvenzverfahren geklärt werden.

Im Rahmen des Konkursverfahrens wird zunächst das Vermögen des Unternehmens erfasst und bewertet. Erst danach lässt sich abschätzen, in welchem Umfang offene Forderungen von Gläubigern beglichen werden können.

Gläubiger können Forderungen bis Dezember anmelden

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Christopher Schuster bestellt. Gläubiger haben bis zum 1. Dezember 2026 Zeit, ihre Forderungen im Insolvenzverfahren anzumelden.

Die erste Gläubigerversammlung sowie die Prüfungs- und Berichtstagsatzung sind für den 15. Dezember 2026 um 13:30 Uhr am Landesgericht Steyr angesetzt. Das Verfahren wird unter der Geschäftszahl 14 S 35/26h geführt.

Wie geht es mit Gumprecht weiter?

Ob der traditionsreiche Betrieb fortgeführt werden kann, ist derzeit offen. Auch für die sechs Wiener Verkaufsstellen gibt es bislang keine bestätigten Angaben über mögliche Schließungen oder Änderungen des Betriebs.

Die weiteren Schritte hängen unter anderem von den Ergebnissen des Insolvenzverfahrens ab. Für Kundinnen und Kunden bleibt damit vorerst unklar, wie sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf das Angebot der Pferdefleischerei auswirken werden.

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(Red)

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