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Wien beschließt 235 Millionen Euro für Wirtschaftsförderung

Gestern, 17:20

Wien beschließt 235 Millionen Euro für Wirtschaftsförderung
21.10.2026 18:30 (Akt. 21.10.2026 18:30)
APA/MAX SLOVENCIK
235 Millionen Euro für Wiens Wirtschaft: Der Gemeinderat hat die Finanzierung der Wirtschaftsagentur bis 2031 beschlossen. Neben Förderungen sind neue Finanzierungsangebote geplant. Details folgen 2027.
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Die Stadt Wien stellt für die kommenden fünf Jahre insgesamt 235 Millionen Euro für die Wirtschaftsagentur Wien bereit. Der Gemeinderat hat heute die Finanzierung für den Zeitraum von 2027 bis 2031 beschlossen. Mit dem Geld sollen Unternehmen unterstützt, Investitionen ermöglicht und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt vorangetrieben werden.

Jährlich stehen der Wirtschaftsagentur damit 47 Millionen Euro zur Verfügung. Das neue Finanzierungsübereinkommen fasst bisher getrennte Finanzierungen zusammen und soll der Standortagentur langfristige Planungssicherheit geben.

47 Millionen Euro jährlich für Wiens Wirtschaft

Die Wirtschaftsagentur Wien ist eine Einrichtung der Stadt, die Unternehmen bei ihrer Entwicklung unterstützt und den Wirtschaftsstandort stärken soll. Mit dem neuen Beschluss ist ihre Finanzierung für fünf weitere Jahre gesichert.

Von 2027 bis einschließlich 2031 erhält die Agentur jährlich 47 Millionen Euro. Über den gesamten Zeitraum ergibt das 235 Millionen Euro. Das Geld ist für unterschiedliche Aufgaben vorgesehen. Dazu zählen klassische Unternehmensförderungen ebenso wie Beratungsangebote, Finanzierungsmöglichkeiten und die Bereitstellung von Betriebsflächen.

Auch wirtschaftsnahe Infrastruktur und internationale Netzwerke gehören zum Leistungsangebot. Die gesamte Summe wird somit nicht ausschließlich als direkte Förderung an Betriebe ausbezahlt.

Welche Wiener Unternehmen profitieren sollen

Die Wirtschaftsagentur unterstützt Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Zu den Schwerpunkten zählen die Digitalwirtschaft, Life Sciences, die Green Economy und die urbane Produktion.

Auch die Grätzlwirtschaft und die Kreativwirtschaft gehören zu den Bereichen, die von den Angeboten der Agentur profitieren sollen. Darüber hinaus stehen Startups und wachsende Unternehmen im Mittelpunkt.

Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) betont, dass die Mittel möglichst breit wirksam eingesetzt werden sollen. „Wir setzen die Mittel so ein, dass sie Unternehmen, vom Grätzlbetrieb bis zum Weltmarktführer, dabei unterstützen, die größtmögliche Wirkung für die Wiener Wirtschaft und die Menschen in Wien zu entfalten“, erklärte Novak in einer Aussendung.

Welche Unternehmen künftig konkrete Förderungen erhalten können und wie hoch diese ausfallen, hängt von den jeweiligen Programmen ab.

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Neue Finanzierungsangebote ab 2027 geplant

Mit der gesicherten Finanzierung will die Wirtschaftsagentur auch ihr Angebot weiterentwickeln. Dazu gehören neue Finanzierungsinstrumente für Wiener Unternehmen.

Diese sollen Investitionen ermöglichen und wirtschaftlich relevante Projekte unterstützen. Wie die neuen Angebote im Detail aussehen werden, steht allerdings noch nicht fest. Die konkrete Ausgestaltung des Leistungsportfolios soll Anfang 2027 vorgestellt werden.

Damit ist derzeit auch noch offen, welche zusätzlichen Voraussetzungen Unternehmen erfüllen müssen, um die neuen Finanzierungsangebote nutzen zu können.

Neue Betriebsflächen und Technologiezentren

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung von Infrastruktur für Unternehmen. Die Wirtschaftsagentur ist unter anderem an der Entwicklung moderner Technologie- und Wirtschaftsstandorte beteiligt. Als Beispiele nennt die Stadt die Technologiezentren in der Seestadt Aspern sowie das neue Life Science Center Vienna in Neu Marx.

Life Science Center/Wirtschaftsagentur Wien

Künftig soll die Agentur verstärkt geeignete Betriebsflächen mobilisieren und für wirtschaftliche Nutzungen verfügbar machen. Damit sollen Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten für Ansiedlungen und Wachstum erhalten.

Stadt Wien setzt auf langfristige Planungssicherheit

Die Wiener Stadtregierung begründet den Finanzierungsbeschluss mit den wirtschaftlichen Herausforderungen und dem Bedarf an verlässlichen Rahmenbedingungen. Vizebürgermeisterin Barbara Novak sieht darin eine Grundlage für Investitionen, Innovation und neue Arbeitsplätze.

Auch Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, verweist auf den langfristigen Planungshorizont. „Unser Maßstab ist dabei nicht allein, wie viel Geld wir einsetzen, sondern was wir damit erreichen: mehr Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Zukunftschancen für Wien“, erklärte Weiss.

Die Wirtschaftsagentur will ihre Angebote damit stärker an den künftigen wirtschaftlichen Anforderungen ausrichten.

Was bedeutet der Beschluss für Wiener Betriebe?

Für Wiener Unternehmen bedeutet der Gemeinderatsbeschluss zunächst, dass die Finanzierung der Wirtschaftsagentur bis 2031 gesichert ist. Bestehende Unterstützungsleistungen können damit auf einer längerfristigen finanziellen Grundlage geplant werden.

Zusätzlich sind neue Finanzierungsangebote und ein verstärkter Fokus auf Betriebsflächen vorgesehen. Wie viele Unternehmen mit den bereitgestellten Mitteln unterstützt werden sollen, wie viele neue Arbeitsplätze entstehen könnten und welche konkreten wirtschaftlichen Effekte erwartet werden, geht aus der vorliegenden Aussendung nicht hervor.

Mehr Klarheit soll es Anfang 2027 geben, wenn die Wirtschaftsagentur ihr weiterentwickeltes Leistungsangebot präsentiert.

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(Red)

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