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"Gegenseitige Rücksichtnahme": Stadt mahnt Gemeindebau-Bewohner

Heute, 13:35

"Gegenseitige Rücksichtnahme": Stadt mahnt Gemeindebau-Bewohner
9.10.2026 15:00 (Akt. 9.10.2026 15:00)
APA/ZOE-SOPHIE ZIMMERMANN
Sperrmüll, Hundekot und abgestellte Einkaufswagerl sorgen in Wiens Gemeindebauten für Ärger. Im ersten Halbjahr wurden 1552 Strafen verhängt. Was Bewohner wissen müssen und wo sie Missstände melden können.
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In den Wiener Gemeindebauten haben die Ordnungsberaterinnen und Ordnungsberater von Wiener Wohnen alle Hände voll zu tun. 1552 Organstrafverfügungen und 401 Anzeigen wurden laut Stadt Wien im Zuge der aktuellen Bilanz für 2026 registriert. Zu den häufigsten Problemen zählen illegal abgestellter Sperrmüll, Verunreinigungen, weggeworfene Zigaretten, Hundekot und zurückgelassene Einkaufswagerl.

Die Zahlen zeigen, wie umfangreich die Kontrollen in den rund 1800 Wiener Gemeindebauanlagen ausfallen. Gleichzeitig setzt Wiener Wohnen auf persönliche Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, um Konflikte möglichst frühzeitig zu lösen.

Fast 20.000 Kontrollgänge in Wiener Gemeindebauten

Im ersten Halbjahr 2026 absolvierten die Ordnungsberaterinnen und Ordnungsberater insgesamt 19.829 Kontrollgänge. Dabei führten sie 23.699 Gespräche mit Mieterinnen und Mietern.

Zusätzlich wurden 18.123 Meldungen über Verstöße gegen das Wiener Reinhaltegesetz und 18.770 Meldungen wegen Verstößen gegen die Hausordnung dokumentiert.

Die Mitarbeiter kontrollieren unter anderem Müllplätze, Keller, Dachböden und allgemein zugängliche Bereiche der Wohnhausanlagen.

Ihr Auftrag besteht nicht nur darin, Verstöße festzustellen. Sie sollen auch über geltende Regeln informieren und bei Problemen zwischen Bewohnern vermitteln.

Einkaufswagerl im Gemeindebau können 70 Euro kosten

Ein besonderes Problem sind laut Wiener Wohnen illegal abgestellte Einkaufswagerl.

Immer wieder werden Einkaufswagen von Supermärkten in Wohnhausanlagen zurückgelassen. Was zunächst harmlos erscheinen mag, kann erhebliche Folgen haben.

Die Wagerl können Flucht- und Rettungswege blockieren, Grünflächen beeinträchtigen und zusätzliche Kosten für die Entfernung verursachen.

Wer ein Einkaufswagerl in einer Wohnhausanlage abstellt und dabei erwischt wird, riskiert laut Stadt Wien ein Strafmandat von 70 Euro.

Um die Situation zu verbessern, arbeitet Wiener Wohnen mit Handelsunternehmen zusammen. In den Wohnhausanlagen gibt es definierte Sammelstellen, von denen die Wagerl regelmäßig abgeholt werden.

Mehr als 21.000 Entrümpelungen durchgeführt

Nicht nur Einkaufswagerl sorgen für zusätzlichen Aufwand. Auch Sperrmüll und andere unerlaubt abgestellte Gegenstände beschäftigen die Ordnungsberater.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 21.293 Entrümpelungen durchgeführt.

Besonders häufig mussten Gegenstände an Müllplätzen entfernt werden. Aber auch in Kellergängen, Dachböden und Müllräumen wurden zahlreiche Ablagerungen festgestellt.

Die Stadt Wien nennt folgende Schwerpunkte:

8874 Entrümpelungen bei Müllplätzen 7136 Entrümpelungen in allgemeinen Gebäudeteilen, etwa Kellergängen und Dachböden 1764 Entrümpelungen in Müllräumen

Die übrigen Entrümpelungen entfielen auf weitere Bereiche der Wohnhausanlagen, die in der Aussendung nicht einzeln aufgeschlüsselt werden.

Wo können Bewohner Müll und Missstände melden?

Wer in einem Wiener Gemeindebau wohnt und unerlaubte Müllablagerungen oder andere Missstände bemerkt, kann sich direkt an Wiener Wohnen wenden.

Welche Probleme sollten gemeldet werden?

Besonders relevant sind laut Wiener Wohnen illegal abgestellte Gegenstände in allgemein zugänglichen Bereichen.

Dazu zählen etwa Sperrmüll bei Müllplätzen, Gegenstände in Kellergängen und Dachböden sowie Einkaufswagerl, die Durchgänge versperren.

Auch weggeworfene Zigaretten, Hundekot und andere Verunreinigungen gehören zu den häufig beanstandeten Problemen.

Bewohner können solche Missstände melden, damit Wiener Wohnen die Situation prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen veranlassen kann.

Bei unmittelbar gefährlichen Situationen, etwa blockierten Rettungswegen im Brandfall, sollten zusätzlich die zuständigen Einsatzkräfte verständigt werden.

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Stadt Wien setzt auf Gespräche und klare Regeln

Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) betont die Bedeutung der Ordnungsberater für das Zusammenleben in den Gemeindebauten.

„Für ein gut funktionierendes Zusammenleben in den Wohnhausanlagen braucht es gegenseitige Rücksichtnahme und klare Regeln“, erklärte sie in der Aussendung.

Die Mitarbeiter seien wichtige Ansprechpersonen, die vor Ort informieren, bei Problemen helfen und nötigenfalls auch Strafen ausstellen.

Nach Angaben der Stadt Wien sollen regelmäßige Kontrollen und persönliche Gespräche dazu beitragen, Verunreinigungen und Konflikte frühzeitig zu verhindern.

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(Red.)

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