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Campingboom in Österreich: 4,67 Millionen Nächtigungen im Sommer

Heute, 11:30

Campingboom in Österreich: 4,67 Millionen Nächtigungen im Sommer
7.10.2026 13:00 (Akt. 7.10.2026 13:00)
APA/HERBERT P. OCZERET
Österreichs Campingplätze verzeichneten im Juli und August 4.668.232 Übernachtungen – 8,09 Prozent mehr als im Vorjahr. Wien entwickelte sich allerdings gegen den Trend.
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Campingurlaub erlebt in Österreich einen deutlichen Aufschwung. Im Juli und August 2026 wurden auf heimischen Campingplätzen insgesamt 4.668.232 Übernachtungen registriert. Das entspricht einem Plus von 8,09 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das geht aus einer Auswertung des Reise- und Buchungsportals camping.info auf Basis von Daten der Statistik Austria hervor. Besonders stark legten mehrere Bundesländer zu – während Wien einen deutlichen Rückgang verzeichnete.

Wien verliert 15,62 Prozent

Während die Campingbranche österreichweit wächst, fällt die Entwicklung in der Bundeshauptstadt deutlich schwächer aus.

In Wien wurden im Juli und August 41.472 Nächtigungen gezählt. Das entspricht einem Minus von 15,62 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Damit ist Wien gemeinsam mit dem Burgenland eines der beiden Bundesländer mit rückläufigen Campingzahlen. Im Burgenland gingen die Nächtigungen um 1,49 Prozent zurück.

Oberösterreich mit stärkstem Plus

Den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnete Oberösterreich. Dort stieg die Zahl der Camping-Nächtigungen um 39,14 Prozent auf 326.916.

Dahinter folgen Salzburg mit plus 17,01 Prozent und Niederösterreich mit plus 15,30 Prozent. Auch Tirol entwickelte sich mit plus 12,43 Prozent stark.

Vorarlberg legte um 4,09 Prozent zu, die Steiermark um 1,80 Prozent. In Kärnten gab es mit 0,72 Prozent nur ein leichtes Wachstum.

Kärnten bleibt Camping-Spitzenreiter

Bei den absoluten Nächtigungszahlen liegt Kärnten klar an der Spitze. Auf die Campingplätze des südlichsten Bundeslands entfielen im Sommer 1.574.895 Übernachtungen.

Auf Platz zwei folgt Tirol mit 1.249.151 Nächtigungen.

Danach kommen Salzburg mit 579.838, die Steiermark mit 340.841 und Oberösterreich mit 326.916.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind damit erheblich – von mehr als 1,5 Millionen Nächtigungen in Kärnten bis zu 41.472 in Wien.

Drei Viertel kommen aus dem Ausland

Eine besonders große Rolle spielen internationale Gäste.

Von den 4.668.232 Nächtigungen entfielen 3.579.115 auf ausländische Camper. Weitere 1.089.117 Übernachtungen wurden von Gästen aus Österreich verzeichnet.

Damit kamen im Sommer 2026 rund drei Viertel der Campinggäste aus dem Ausland.

Camping bleibt langfristig stark

Campingplätze gehören weiterhin zu einem wichtigen Bereich des österreichischen Tourismus. Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2025 insgesamt 8.798.295 Camping-Nächtigungen registriert – der höchste Wert in der in der Aussendung angeführten Zeitreihe.

Auch die längerfristige Entwicklung zeigt insgesamt einen Aufwärtstrend. Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2020 mit 6.001.577 Nächtigungen stiegen die Zahlen wieder deutlich an.

Die aktuelle Sommerauswertung zeigt nun erneut ein kräftiges Wachstum.

Was eine Campingnacht in Österreich kostet

Camping zählt weiterhin zu den vergleichsweise günstigeren Urlaubsformen. Laut camping.info kostet eine Nacht für zwei Personen mit Caravan, Strom und Ortstaxe in Österreich durchschnittlich rund 40 Euro.

Damit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld.

Teurer sind unter anderem Kroatien, Italien und die Schweiz. In Deutschland werden laut der Auswertung rund 30 Euro pro Nacht fällig. Besonders günstig sind Albanien mit etwa 14 Euro sowie mehrere weitere Länder mit Preisen von unter 20 Euro.

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Fünf österreichische Plätze unter den Top 10

Nicht nur bei den Nächtigungen, auch bei der Nachfrage nach einzelnen Campingplätzen zeigt Österreich eine starke Position.

Im Ranking der meistaufgerufenen Campingplätze auf camping.info für die Saison 2026 stammen fünf der Top 10 aus Österreich.

An der Spitze steht der Falkensteiner Camping Grubhof in St. Martin bei Lofer im Salzburger Land. Platz drei geht an das Camp MondSeeLand in Oberösterreich.

Ebenfalls in den Top 10: das Ferienparadies Natterer See in Tirol, Berau am Wolfgangsee in Oberösterreich und Camping Sonnenland Lutzmannsburg im Burgenland.

Campinggäste planen bereits für 2027

Camping.info verweist angesichts der hohen Nachfrage darauf, Stellplätze frühzeitig zu reservieren.

Über die Live-Verfügbarkeit des Portals können laut Unternehmen bereits jetzt freie Plätze für 2027 gesucht und Stellplätze oder Mietunterkünfte online gebucht werden.

Der Sommer 2026 zeigt jedenfalls: Camping bleibt in Österreich gefragt – allerdings längst nicht überall im gleichen Ausmaß.

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(Red)

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