
Die Zukunft des Postsportplatzes in Hernals beschäftigt Bezirk und Stadt bereits seit Jahren. Nun beginnt die nächste Phase: Am 6. Oktober 2026 starten die Österreichische Post AG und die Stadt Wien einen Beteiligungsprozess für die weitere Entwicklung des 15 Hektar großen Areals.
Bei einem ersten Dialogtag können Interessierte das Gelände besichtigen, sich über den aktuellen Planungsstand informieren und eigene Ideen einbringen.
Zum Auftakt werden heute von 15 bis 18.30 Uhr Führungen über das Postsportareal angeboten.
Eine Freiluftausstellung zeigt außerdem die bisher entwickelten Pläne. Sie bleibt auch nach dem Dialogtag auf dem Gelände und kann weiterhin besucht werden.
Der Beteiligungsprozess folgt auf die kürzlich vorgestellten ersten Eckpunkte für die künftige Entwicklung des Areals.
Der Postsportplatz umfasst rund 15 Hektar und wird derzeit von knapp 30 Sportvereinen genutzt.
Nach den Plänen von Post und Stadt soll der Sport auch künftig das Herzstück des Geländes bilden. Der bestehende Umfang der Sportanlagen soll erhalten bleiben.
Weiter möglich sein sollen unter anderem Fußball, Tennis, Handball, Basketball, Volleyball, Beachvolleyball, Landhockey und Minigolf. Auch Schul- und Vereinssport sollen weiterhin Platz auf dem Areal haben.
Besonders umstritten ist der geplante Wohnbau auf dem Gelände.
Post und Stadt betonen, dass die neuen Gebäude hauptsächlich auf bereits versiegelten oder bebauten Flächen am Rand des Areals entstehen sollen. Genannt werden insbesondere bestehende Parkplatzflächen und sanierungsbedürftige Gebäude.
Zwei Drittel der neu gewidmeten Wohnungen sollen gefördert errichtet werden. Wie viele Wohnungen insgesamt entstehen könnten, geht aus den vorliegenden Informationen noch nicht hervor.
Die Entwicklung soll nicht nur Wohnraum bringen. Geplant sind auch rund 6.000 Quadratmeter zusätzliche Grün- und Freiräume.
Außerdem sind öffentliche Wege durch das Areal und eine neue Mehrzweckhalle vorgesehen.
Ergänzend könnten Angebote für den täglichen Bedarf entstehen. Im Raum stehen etwa ein Supermarkt, ein Kindergarten, Gastronomie oder eine Gesundheitseinrichtung.
Während die Pläne für das Gelände konkreter werden, bleibt die Zukunft des Post Sportvereins als Hauptpächter ungewiss.
Der aktuelle Pachtvertrag läuft Ende 2027 aus. Die Post AG hat den künftigen Sportbetrieb EU-weit neu ausgeschrieben. Ob der Post SV danach weiterhin die Anlage betreibt, steht noch nicht fest.
Zuletzt berichtete der „Standard“, dass wirtschaftlich attraktive Bereiche wie Tennishalle, Beachvolleyball- und Tennisplätze künftig separat an Investoren beziehungsweise kommerzielle Betreiber vergeben werden könnten.
Davon getrennt steht die Zusage von Post und Stadt, dass der gemeinnützige Breitensport auf dem Postsportplatz erhalten bleiben soll.
Der nun gestartete Beteiligungsprozess soll Bewohner:innen und Interessierten die Möglichkeit geben, ihre Vorstellungen zur weiteren Entwicklung einzubringen.
(Red)
