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Donaustadt bekommt 70 neue Wohnungen

Gestern, 18:20

Donaustadt bekommt 70 neue Wohnungen
5.10.2026 20:00 (Akt. 5.10.2026 20:00)
Durch das 1. Wiener WohnBAUMprogramm wurden bereits 1200 gefeörderte Wohnungen in der innovativen-nachhaltigen Holzbazuweise auf Schiene gebracht.
In Donaustadt entsteht das Wohnprojekt „Hertha am Wasser“. 15 geförderte Wohnungen werden direkt am Schillerwasser gebaut – mit Holz, Wärmepumpen und viel Gemeinschaftsfläche.
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Mit dem 1. Wiener WohnBAUMprogramm will die Stadt Wien geförderten Wohnbau mit nachhaltigem Bauen verbinden. Nun ist mit dem Projekt „Hertha am Wasser“ in der Donaustadt ein weiterer Baustein gestartet.

Der gemeinnützige Bauträger MIGRA setzte am 5. Oktober 2026 den Spatenstich am Steinspornweg 33. Insgesamt entstehen im Rahmen des Projekts rund 70 geförderte Wohnungen auf drei Wiener Liegenschaften.

Drei Standorte, rund 5.700 Quadratmeter Wohnfläche

Neben dem Steinspornweg 33 umfasst das MIGRA-Paket auch ein Projekt in der Leopoldauer Straße 132A im 21. Bezirk sowie ein weiteres in der Donaustadtstraße im 22. Bezirk.

Zusammen entstehen rund 5.700 Quadratmeter Wohnnutzfläche. Vorgesehen sind 36 geförderte Wohnungen und 34 SMART-geförderte Wohnungen.

Die Fertigstellung der drei Projekte ist derzeit für das zweite Quartal 2028 vorgesehen.

„Hertha am Wasser“ direkt am Schillerwasser

Das Projekt am Steinspornweg trägt den Namen „Hertha am Wasser“ und umfasst 15 geförderte Wohnungen. Acht davon werden im Rahmen des SMART-Wohnbauprogramms zu besonders günstigen Konditionen angeboten.

Geplant sind fünf Einzelhäuser, die rund um Dorfplätze angeordnet werden. Dazu kommen vier kleinere Gemeinschaftshäuser.

Die Wohnungen reichen von Ein- bis Vier-Zimmer-Einheiten. Balkone, Loggien, Terrassen oder Eigengärten sollen zusätzlichen privaten Freiraum schaffen.

Holzbau trifft auf Kreislaufwirtschaft

Beim Projekt wird auf ein standardisiertes Holzbausystem gesetzt. Hohensinn Architektur entwickelte dafür ein Baukastensystem, das auch an anderen Standorten eingesetzt werden kann.

Die Gebäude bestehen aus vorgefertigten Holzrahmenbauteilen und Raummodulen. Auch Nasszellen inklusive Installationen werden vorgefertigt.

Beim Material sollen außerdem Elemente der Kreislaufwirtschaft zum Einsatz kommen. Genannt werden unter anderem ReUse-Parkett und Altholz. Auch der Erdaushub soll möglichst direkt am eigenen Bauplatz verwendet werden.

Ein sogenannter digitaler Zwilling soll Informationen über verwendete Materialien und Bauteile sowie über Reparatur, Rückbau und Wiederverwertung bereitstellen.

Niedriger Energiebedarf durch Wärmepumpen

Auch bei der Energieversorgung soll das Projekt neue Wege gehen.

Wärmepumpen mit Tiefensonden werden laut Projektbeschreibung gemeinsam mit Fußbodenheizung und Bauteilaktivierung zum Heizen und zur Sommertemperierung eingesetzt.

Das Warmwasser soll über dezentrale Wärmepumpen bereitgestellt werden. Die begrünten Dächer werden zusätzlich für Photovoltaikanlagen genutzt, die erneuerbaren Strom erzeugen sollen.

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Gemeinschaft steht im Mittelpunkt

Neben den Wohnungen ist bei „Hertha am Wasser“ viel Platz für gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen.

Geplant sind Gemeinschaftsgärten, Urban Gardening, Werkstätten, eine Gartenküche sowie zentrale Aufenthalts- und Begegnungszonen.

Zwei Kleingewerbeflächen sollen außerdem die Kombination von Wohnen und Arbeiten ermöglichen.

In unmittelbarer Umgebung befinden sich zudem Mühlwasser und Lobau, die Teil des Nationalparks Donau-Auen sind.

WohnBAUMprogramm soll 1.200 Wohnungen bringen

Das 1. Wiener WohnBAUMprogramm wurde 2021 von der Stadt Wien gestartet. Ziel ist es, leistbares Wohnen mit architektonischer Qualität und ökologischen Anforderungen zu verbinden.

In insgesamt drei Phasen sollen rund 1.200 Wohnungen in Holz- oder Holz-Hybrid-Bauweise entstehen.

Dabei geht es neben dem Baustoff Holz auch um Klimaresilienz, Kreislaufwirtschaft, digitale Planung und alternative Energielösungen.

Für das aktuelle MIGRA-Paket hatte sich der gemeinnützige Bauträger bereits 2022 in einem Bauträgerwettbewerb durchgesetzt.

Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch bezeichnete das Projekt als Beispiel dafür, wie geförderter Wohnbau, Nachhaltigkeit und neue Technologien miteinander verbunden werden können.

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(Red)

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